Ein Lebenstraum – Einmal Nordkap und zurück mit dem BMW Motorrad Boxer 2-Ventiler

Unser Kunde Gerd P. hat sich zusammen mit seinem Freund Martin den Traum von einer Motorradreise von Deutschland zum Nordkap erfüllt. Gerd verdient im Alltag als Krankenpfleger seine Brötchen. Er ist trotz seiner 50 Jahren als absoluter Rookie an die Sache heran gegangen. Im folgenden Tagebuch erzählt er uns, wie er seine erste Motorradreise erlebt hat und welche Höhen und Tiefen sich ereignet haben. 

Traumziel Nordkap und zurück, fast 7.000 km

Anfang 2017 bin ich beim Surfen im Internet auf einen Reisebericht von Svenja gestoßen, in dem sie von ihrer großen Tour zum Nordkap erzählte. Die Reisebeschreibung hat mich total beeindruckt. Von diesem Gedanken konnte ich mich gar nicht mehr befreien und die Tour wurde zur fixen Idee. Es sollte eine Auszeit vom Alltag werden, mal Zeit für mich und dazu eine spannende Geschichte.

Bei meiner Frau war der Plan einer solchen Tour nicht gerade der Brüller, sie malte schon mal den Supergau an die Wand und beschrieb mir alle möglichen Zwischenfälle und Szenarien, die sie sich vorstellen konnte. Doch eigentlich war das nur die Angst, Angst davor, dass mir etwas zustoßen könnte. Einerseits habe ich das schon ernst genommen, doch andererseits wollte ich aber meine allererste Motorradreise unbedingt durchziehen.

Als ich meinem Motorradkumpel Martin von meiner Idee erzählte, war er sofort Feuer und Flamme und wollte sich mir gleich anschließen.

Die Reisevorbereitungen waren umfassend. Zunächst einmal mussten die Motorräder auf Vordermann gebracht werden . Unsere beiden BMW Motorräder sind ja schon ein bisschen in die Jahre gekommen und wie jeder weiß, kann das ganz schön ausarten, – Martins BMW R80 G/S und meine BMW R100GS. Motor checken, neue Reifen und ordentliche Reisekoffer besorgen. Noch dazu fehlte es auch am  entsprechenden Campingzubehör. Aber das sollte uns nicht von unserem Ziel abbringen. Wir scheuten fast keinen Kosten und Mühen.

Unser Plan war, über Dänemark, Schweden und Finnland ans Nordkap zu biken. Zurück wollten wir an der norwegischen Küste entlang – über die Lofoten – nach Kristiansand. Von dort mit der Fähre nach Hirthals übersetzen und dann quer durch Dänemark nach Hause.

Für diese Unternehmung standen uns etwas mehr als zwei Wochen zur Verfügung.

Tourtag 1: 12.06.2017

Am Tag der Abfahrt musste ich feststellen, dass ein vollbeladenes Motorrad schon so seine Eigenleben hat. Ein völlig anderes Fahrverhalten überraschte mich, man könnte meinen es schwimmt und trudelt in den Kurven. Für mich war das eine total neue Erfahrung. In allen Berichten wird dem Fahrer geraten, das beladene Fahrzeug Probe zu fahren. Solche Ratschläge lässt man aber tunlichst außer Acht und so wird man plötzlich mit neuen Voraussetzungen konfrontiert. Naja, man gewöhnt sich relativ schnell daran und verinnerlicht sich, dass man die Kurven langsamer nimmt und vorsichtig bremst.

Ein weiteres Problem war das reichhaltige Gepäck. Klar, man überlegt sich schon was man alles mitnehmen muss und kann, aber schließlich ist doch einem Einhalt geboten, da man seine Platzkapazität  erreicht hat.

Beim ersten Stopp an der Tankstelle musste ich feststellen, wie es ist, wenn man seine Kapazitäten überschritten hat. Ich war dermaßen überladen, dass ich ohne Martins Hilfe gar nicht mehr absteigen konnte. Bei der Überholung meiner Maschine hatte ich den stark gebogenen Seitenständer nicht verstärkt und so neigte die Maschine dazu, beim Absteigen die Horizontale einzunehmen.

Der erste Tag gestaltete sich so, dass wir um 13:00 Uhr starteten. Über die A70 fuhren wir gen Norden. Wir legten mehrere Zwischenstopps ein, um zu tanken,  etwas zu essen und ein wenig auszuruhen.

Gegen Abend mussten wir wegen starken Regens mehrmals pausieren. Das fing ja schon gut an! Aber dadurch ließen wir uns nicht entmutigen. In Hamburg kamen wir gut durch, der Elbtunnel war frei. Im weiteren Verlauf kam es stellenweis zu zähfließendem Verkehr wegen Baustellen, aber die Verkehrsbehinderungen betrafen eher den Gegenverkehr. Dann endlich nach 21:00 Uhr kamen wir an unserem Quartier bei Ilse Poggendorf in Ostenfeld an, unweit von Rendsburg.

637 km hatten wir hinter uns.

 

 

Tourtag 2: 13.06.2017

An unserem zweiten Tourtag ging es um 10:30 Uhr Richtung Dänemark.  Das Wetter war gar nicht toll, es war stark bewölkt und sehr sehr windig. Doch daran sollten wir uns erst noch gewöhnen, denn der Wind blies uns fortan permanent entgegen. Wenigstens blieben wir da noch vom Regen verschont.

Der Kilometerzähler rasselte nur so und das Riden machte richtig Spaß. Unser Weg führte uns über die E45 vorbei an Aabenraa und Haderslev nach Kolding. Hier wechselten wir auf die E20, vorbei an Middelfart. Kurz vor Odense legten wir eine kurze Pause ein. Martin entdeckte am Endantrieb seiner BMW Motorrad R 80 G/S leichte Spuren von Kardanöl. Er ging der Ursache sofort auf die Spur und demontierte das Hinterrad. Ja, der Dichtring am Winkeltrieb leckte. Was nun? Zu unseren Überlegungen gesellte sich ein junger Däne und fragte, ob er uns helfen könne. Glücklicherweise spricht Martin ganz passabel Englisch und so konnte er ihm unser Problem schildern. Ohne groß nachzudenken, zog er sein Handy aus der Tasche und fing an, nach einem Erstteilhändler zu suchen. Er wurde in Odense ganz in der Nähe fündig.

Auf der Suche nach einer ÖLQUELLE

Also machten wir uns auf nach Odense, wo wir die entsprechende Adresse finden sollten. Glücklicherweise hatte Martin eine Navi-App, so konnten wir uns in der 175.000-Einwohner-Stadt einigermaßen gut zurechtfinden. Aber wie es immer so ist, man findet nichts auf Anhieb. Weil der Laden so versteckt lag, irrten wir erst etwas umher. Nachdem wir den Dichtring bekommen hatten wurde dieser schnell verpackt und es  ging über die Storebaeltbrücke nach Kopenhagen. Diese ewig lange Brücke zu befahren ist ein ganz  besonderes Erlebnis. Mit dem Bike, über dem Meer und das etwa 18 km bei diesem ausgezeichneten Ausblick. Dem folgte das zweite Highlight, die Fahrt über die Öresundbrücke mit ihrer Länge von 7,8 km.

Von Malmö aus fuhren wir über die E20 Richtung Helsingborg.

 Storebaeltbrücke  und Oeresundbrücke nach Malmö

Langsam wurde es Zeit, sich nach einer Bleibe für die Nacht umzusehen. Wie sich herausstellte, hatte ich dummerweise meinen ADAC-Campingführer zuhause gelassen. Also hielten wir uns an die Campingübersichtskarte, die für die Orientierung mit ihrem großen Maßstab nicht gerade ideal war. Sehr spät erreichten wir den Campingplatz in Röstanga. Schon wieder war es nach 21:00 Uhr geworden und der Campingplatz hatte leider schon schon geschlossen. Was jetzt schon wieder? Als wir bereits dabei waren unser gesamtes  Gepäck abzuladen, kam ein freundlicher Gast und zeigte uns, wie wir die Schranke öffnen konnten. Der Gast war Engländer und wohnte in der „Kabine“. Uns kam es super nett und  kontaktfreudig vor.

Abladen, Zelt aufbauen, Luftmatratze aufpumpen, einräumen. Um 23:00 Uhr gab es Abendessen aus der Büchse. 2 -3 Dosen Bier für jeden und dann ging es in die Horizontale.

An diesem Tag hatten wir harte 457 km zurückgelegt.

 

Campingplatz Röstänga

 

Tourtag 3: 14.06.2017

Der Zeltplatzwart war ein absolut netter Kerl und es war für ihn überhaupt kein Problem, dass wir uns abends auf den Platz geschlichen hatten. Scheinbar passiert das hier öfters. Nach dem Frühstück beglichen wir unsere Rechnung und machten uns umgehend auf den Weg. Anfangs hatten wir eine gute Wetterlage erwischt, doch das änderte sich plötzlich gegen Mittag. Als es anfing aus allen Wolken zu schütten, wurden wir gezwungen, uns unter einer Autobahnbrücke zu verschanzen. Nach einer ganzen Weile ließ der Regen nach und wir konnten endlich wieder weiterfahren. Leider kamen wir keine 300 Meter weit, denn beim Anfahren verlor ich meine Schaltrolle des Schalthebels. So konnte ich nur noch im 1. Gang fahren und war gezwungen, dieses blöde Schaltrolle auf der Autobahn zu suchen. Gott sei Dank war sie nicht auf die Fahrbahn geschleudert worden und ich fand sie am Rand des Seitenstreifens wieder. Mit viel Improvisation konnte ich sie wieder befestigen, ohne dass wir eine Werkstatt brauchten. Während wir so werkelten, kam eine Reihe von Polizeieinsatzfahrzeugen vorbei gefahren, aber die Polizeibeamten beachteten uns gar nicht. Ob das in Deutschland so möglich gewesen wäre?

Am Nachmittag wurden wir von einem zweiten Guss überrascht. Aber was soll’s, wir sind ja keine „Nur-Schönwetter-Fahrer“. Auch wenn das Wetter heute nicht so mitgespielt hat, hatten wir auch schöne Erlebnisse.

Beim Nachfüllen unserer Kraftstoffreserven kamen wir mit drei Herren im gesetzten Alter ins Gespräch, die nach Süden fuhren und in Italien Urlaub machen wollten. Einer war mit einer BMW R 100 RS, Baujahr 1983, unterwegs.

 Farstanäs – Familjecamping direkt an der Ostsee

Am Abend spannten wir unsere Zelte auf dem Farstanäs-Familjecamping-Platz auf, nahe Södertälje – ein schöner Campingplatz an der Ostsee, der sauber, ordentlich und zu empfehlen ist. Hier machen wir unsere erste richtige Erfahrung mit Schnaken.

Tagesstrecke: 535 km

 

Tourtag 4: 15.06.2017

Schon früh am Morgen starteten wir Richtung Stockholm. Hier wollte Martin Getriebeöl und einen zweiten Dichtring besorgen. Nur zur Sicherheit, falls einer bei der Montage kaputt ginge. Dank Dr. GOOGLE  fand Martin rasch einen BMW-Motorrad-Händler.  Als wir dort ankamen, entpuppte sich der Laden als BMW-Harley-Store. Der Mitarbeiter war sehr nett, konnte uns das Teil aber auf die Schnelle leider nicht besorgen. Dafür nannte er Martin aber eine Adresse von einem Ersatzteilhändler. Außerdem hatte er einen Bekannten mit einer Werkstatt, mit dem er telefonierte. Dieser Bekannte konnte sogar meinen kaputten Seitenständer reparieren. Der Händler zeigte sich voller Begeisterung für unsere alten Motorräder und bat uns, ein paar Fotos schießen zu dürfen.

Nach kurzer Fahrt mit Hindernissen trafen wir an der Werkstatt des Bekannten ein. Von außen sah sie aus wie ein schäbiges Siedlungshaus, mit Doppelgarage und einem verwahrlost wirkenden Garten. Außerdem standen zwei alte, heruntergekommene Laster auf dem Grundstück.

Als wir klingelten, erschien ein ausgemergelter, älterer Herr mit freiem Oberkörper an der Haustüre. Ihm erzählten wir wer uns geschickt hatte und was unser Anliegen war.

Anfänglich stellte er sich ein wenig begriffsstutzig , doch dann führte er uns in seine „Werkstatt“. Was uns da erwartete, überraschte uns ganz schön. Da standen lauter Hightech CNC-Maschinen. Hier fertigte er mit seinen beiden Söhnen Präzisionsmetallteile. Wie sich herausstellte war der Mann schon in jungen Jahren nach Deutschland gekommen und hatte Freunde in Hamburg und Stuttgart. Er war früher Motorradrennen gefahren und überall in der Bundesrepublik und der DDR herumgekommen, mit ihm konnten wir uns super verständigen, denn er sprach ein perfektes Deutsch. Das war mal wieder Fügung.

Martin nutzte die Chance und wechselte seinen Dichtring, während der eine Sohn meinen Motorradständer zurechtbog und sauber verstärkte.

Unsere Schrauber-Aktionen nahmen viel Zeit in Anspruch. Als wir Stockholm verließen, erwischten wir gerade den Berufsverkehr und so kamen wir heute nicht soweit voran.

Am Abend fanden wir einen kleinen Campingplatz am Meer. Für 200 SK (ca. 20 €) mieteten wir uns eine kleine Hütte, mit 3 x 3 m. Diese lag direkt am Wasser, keine 100 m entfernt. Allerdings musste man teilweise zwischen mannshohem Kiesel hindurch, um ans Wasser zu gelangen.

Heute legten wir nur 331 km zurück.

 

Tourtag 5: 16.06.2017

Die Zeit drückte, doch gerne wären wir einige Tage länger geblieben. Beim Beladen bemerkte ich einen Riss an der Schweißnaht meines rechten Seitenkoffers. Erst wirkte es völlig unspektakulär und ich dachte, dass wir problemlos weiterfahren könnten.

Mittlerweile war es Nachmittag und Martin, der Metaller, meinte, dass wir den Koffer reparieren lassen sollten. Es war Freitag und bald würden die Werkstätten schließen. Doch wir  Glückskinder fanden eine Schlosserei. Leider hatten sie dort kein Alu-Schweißgerät – Schweißen war somit nicht möglich. Der Chef schickte uns seinen Lehrling, der den Riss mit Blindnieten fixierte. Das brachte ihm 20 € und ein paar Dosenbier ein.

Der marode Alu-Koffer                    

Unterwegs in Schweden

Die mit Baustellen gepflasterte Schnellstraße bremste uns ganz schön aus, man konnte den Eindruck bekommen, die Schweden würden sämtliche Straßen neu asphaltieren.

Martin merkte, dass mit seinem Getriebe wohl was nicht passt, irgendwie hatte er schon eine Vorahnung was folgen würde.

Bis zum Abend waren wir insgesamt über 2.500 km gefahren. Das merkten wir schon in allen Knochen.

Auf den letzten Drücker fanden wir in Umea noch einen Campingplatz  – First Camp Umea. Das Waschhaus und die Toiletten waren sehr sauber. Über die Mücken brauchen wir erst gar nicht zu sprechen. Schweden besteht aus Wald, Wasser und ganz viel Mücken!!! Aber eines muss man den Schweden lassen, alle denen wir begegneten, waren überaus freundlich und entgegenkommend.

Heutige Tagesstrecke: 457 km

 

Tourtag 6: 17.06.2017

Heute haben unsere zwei Mädels zuhause Firmung und ich haben mich ganz schön davor gedrückt, aber im Gedanken war ich bei ihnen.

Wie nicht anders zu erwarten, bot uns der Regen wieder einmal Einhalt. Halb trocken schafften wir es gerade noch rechtzeitig bis zu einer überdachten Tankstelle.

Während wir so unseren Kaffee schlürften, kam ein Mann auf uns zu. Das war bestimmt der dickste Wickinger aller Zeiten. Mindestens 250 kg drückt der auf die Waage. Da war Bud Spencer eine Witzfigur dagegen. Zwar war er freundlich, „ kaute“ uns aber fast beide Ohren ab. Er erzählte uns die „Story vom wilden Pferd“ und dass er einmal für eine Nacht nach Stockholm zum Besäufnis gefahren war und am nächsten Tag wieder zurück. Schlappe 800  bis 900 km! Einfach!!! Wie gerne wären wir jetzt geflüchtet. Als der Regen endlich  nachließ, fuhren wir schnell weiter. Doch lange ließ erneuter Regen nicht auf sich warten. Etwa 200 km legten wir so zurück, bis es uns endgültig reichte und wir frustriert am Örnvik-Hotell-Konferens-Camping-Restaurang ankamen.

 

Unser Campingplatz…              

  …unsere Hütte…                       

  …unser Nachbar…

Auf dem Campingplatz trafen wir wieder das Ehepaar mit seinem umgebauten Mercedes, welches wir gestern bei der Suche nach einem Zeltplatz kennengelernt hatten. Die beiden waren auch Deutsche und auf dem Weg ans Kap. Er sah aus wie der Doppelgänger von Peter Lustig und sprach super schwedisch.

Zum Glück hatten sie hier noch eine freie Kabine für zwei Personen. Die Hütten waren alle mit Elektroheizung ausgestattet. Hier konnten wir später wenigstens  unsere Klamotten trocknen. Zu allererst aber luden wir unsere Motorräder ab und zogen uns trockene Kleider über. Martin entdeckte ein Sauna, die gleich genutzt wurde.

Wenn man auf diese Art reist, lernt man viele interessante Leute kennen.

Tagesstrecke: 227 km.

 

Tourtag 7: 18.06.2017

Am Morgen hatte ich mein spezielles Urlaubserlebnis. Beim Aufwachen musste ich feststellen, dass ich auf dem rechten Auge nichts mehr sah. Nicht, dass ich über Nacht blind geworden wäre – NEIN – eine Schnake hatte mich direkt ins Augenlid gestochen und jetzt war es total angeschwollen. Zum Glück hatte die „Trikerin“ Kortison-Salbe dabei. Ich schmierte sie mir auf das Lid, worauf die Schwellung bis nach dem Frühstück schon ein wenig zurückgegangen war. Einer Weiterfahrt stand zum Glück nichts im Weg.

Unser Nahziel war Haparanda, die Grenzstadt zu Finnland. Die Entfernung betrug 120 km. Hier deckten wir uns noch mit Verpflegung ein, bevor es direkt über die Grenze nach Torino ging. Auf Schwedische Wälder folgten Finnische Wälder. Über Kemi ging es nach Rovaniemi, der Stadt am Polarkreis. Hier sagen sich Fuchs und Hase „Gute Nacht“. Die Heimat des Weihnachtsmanns.

Am Polarkreis wechselten wir in eine andere Zeitzone. Nun tickte die Uhr eine Stunde später. Das finnische Wetter war genauso unbeständig wie wir das schon aus Schweden kannten.

Für Raser ist der Urlaub nicht geeignet. Die Skandinaven zücken ihre Radarpistole schneller als Lucky Luck. Also immer schön auf die Reisegeschwindigkeit achten.

Bis zum Abend fuhren wir eifrig, dann hielten Ausschau nach einer Schlafmöglichkeit. Wir waren unterhalb von Inari, dem großen finnischen See, als wir in Ivalo fündig wurden. Ivalo River Camping, eine Tankstelle mit Restaurant und Campingplatz, zum Glück hatten die noch eine Hütte frei.

Zurückgelegte Strecke: 568 km                

   

Tourtag 8: 19.06.2017

Dieser Tourtag stand unter keinem guten Stern. Schon die ganze Nacht hatte es hindurch geregnet. Es regnete auch, als wir die Motorräder beluden und weiterfuhren. Vielleicht hätten wir lieber nach Italien fahren sollen. Zuhause hatte es tagsüber 30°C im Schatten, aber hier wurde es nur ungemütlicher.

Nicht jammern! Wir wollten es so. Wir hatten ja noch unser Ziel! Außerdem sind wir ja keine „Nur-Schönwetter-Fahrer“.

Auf der E75 fuhren wir nach Norden am großen Inari-See vorbei. Als wir bereits 80 km gefahren waren, merkte ich, dass mein Partner fehlt. Er war ein ganz schönes Stück weit zurückgefallen. Ich verringerte das Tempo, um auf Martin zu warten. Doch er kam einfach nicht. Also wendete ich und traf ihn nach 2 km, wo er einsam am Straßenrand wartete. Traurig teilte er mir mit, dass sein Getriebe aufgegeben hat. Jetzt wurde seine Vorahnung wahr. Was jetzt??? Erst einmal weg von der Straße.

Weitere 2 km zurück, kamen wir an eine Tankstelle mit Restaurant. Kaamanen-Camping. Hier konnten wir erst einmal unsere Motorräder abstellen.

Martin nahm sofort Kontakt mit dem ADAC auf. Was aber nicht einfach war, denn die Warteschleife dauerte gefühlte Stunden. Es meldete sich auf der anderen Seite eine gereizte Dame, mit der „konnte er nicht so gut kommunizieren“. Sie nahm die Daten und den Sachverhalt auf und wollte das weitere Vorgehen klären. Martin hing ganz schön in der Luft. Er wusste nicht ob er ein Ersatzgetriebe bekommen würde, womöglich war die Reise für ihn hier zu Ende? Nach geraumer Zeit wurde ein zweites Gespräch möglich. Diesmal stellte ihn eine nette Dame zum Ersatzteil-Service durch. Ein sehr entgegenkommender Mann zeigte viel Verständnis für Martins Problem. Er wollte sich zunächst mit dem Finnischen Automobil-Club in Verbindung setzen, um Möglichkeiten auszuloten. Ein Mitarbeiter meldete sich auf Martins Handy. Das Motorrad könne abgeholt werden und würde zunächst irgendwo eingemottet werden, bis es eine Transportgelegenheit nach Deutschland gäbe. Martin seinerseits sollte mit dem Flieger nach Hause zurück reisen. Das kam für ihn aber nicht in Frage, er wollte sein Motorrad nicht außerhalb seiner Kontrolle untergestellt wissen.

Parallel dazu hatte Martin bei Manuel Schad von SWT Sports in Üchtelhausen angerufen, um wegen eines Ersatzgetriebes anzufragen.  Manuel ist ein BMW-Spezialist, unser BMW-Spezialist! Er hatte selber nichts auf Lager und sein Getriebespezialist Joachim Roth war gerade im Urlaub. Der würde aber schon bald heimfahren. Es blieb also nichts anderes übrig, als bis morgen zu warten.

Das Restaurant vermietete auch Hütten, so konnten wir problemlos vor Ort unterkommen. Unser Plan sah ursprünglich vor, über Patoniva nach Utsjoki zu fahren. Vom Trike-Fahrer hatten wir einen Tipp bekommen, dass es dort einen Laden mit sehr günstigen Motorrad-Klamotten gab. Da wollten wir uns mit Regensachen eindecken. Aber stattdessen saßen wir hier fest und ließen unserem Frust freien Lauf.

Am Ende des Tages sind wir 84 km gefahren. NUR!!!

 

Tourtag 9: 20.06.2017

Heute beschlossen wir, zum Kap zu fahren. Wir konnten eh nichts anderes tun als zu warten, da das Getriebe ja defekt war. Martin erfuhr von Manuel Schad (SWT-SPORTS.de)  dass der Getriebe-Roth noch in der Nacht von seinem Urlaub nach Hause gekommen war und sofort noch ein Austauschgetriebe für Ihn zurecht gelegt hatte.

Gegen 10:30 Uhr starteten wir nun zusammen auf meinem Bike gen Norden. Die Fahrt nach Kargasniemi an der Norwegischen Grenze war wie eine Berg- und Talfahrt. Es ging geschätzte 20 Mal rauf und runter, wir hatten nicht mehr mitgezählt. Der Höhenunterschied betrug bestimmt 100 Meter, Steigungen und Gefälle 8 % bis 10 %. Das war ganz ordentlich.

Die Landesgrenze passierten wir ohne Hindernisse. Auf Grund der ständigen Geschwindigkeitsbegrenzungen konnten nur sehr langsam fahren.

Finnisch-Norwegische Grenze

Hier war die  Landschaft einfach nur trist, gelegentlich kamen wir an kleinen Buchten vorbei. In höheren Abschnitten lag noch oft noch Schnee.

Laut Google lagen insgesamt 353 km vor uns. Um ans Ziel zu kommen, mussten wir durch mehrere Tunnel, diese  waren sehr spärlich beleuchtet und oft schmal.

212 m unter N.N.                                    

 

…jetzt ist es nicht mehr weit

Gegen 17:00 Uhr hatten wir das KAP erreicht. Bei 3°C war es recht kühl und es wehte ständig eine Brise.

Endlich geschafft – ZIEL ERREICHT!!! –  das NordKap

Heerscharen von Autos, Motorrädern und sogar Fahrradfahrer waren hierher unterwegs. Autobusse schafften die Touristen aus Honnigsväg herbei. Dort hatte ein Kreuzfahrtschiff angelegt. Heute war das Wetter einmal gut zu uns.

Bewölkt, doch gute Sicht

Unsere Rückreise war nicht so toll, es regnete und die wilden Tiere stellten eine Gefahr dar. Als wir um 3:00 Uhr an der Hütte ankamen, waren wir erleichtert.

Tagesstrecke: 758 km. Eigentlich hatten wir unser Ziel erreicht, da wir am Kap gewesen waren.

 

Tourtag 10: 21.06.2017

Der Tag war völlig unspektakulär. Wir verbrachten die meiste Zeit im Schlafsack und holten den fehlenden Schlaf nach. Sonst konnten wir ja nichts Großartiges tun.

Heute sind wir keinen einzigen Kilometer gefahren.

 

Tag 11: 22.06.2017

Warten auf die Dinge, die da so kommen. Wir munterten uns gegenseitig auf und ließen uns vom Frust nicht unterkriegen.

Heute demontierten wir gemeinsam das Getriebe, unter Zeltplatzbedingungen bei 5°C.

Aber kein Problem für uns. Es hat prima funktioniert.

Mit dem Bordwerkzeug musste das Getriebe demontiert werden

 Auch heute sind wir wieder keinen einzigen Kilometer gefahren.

 

Tourtag 12: 23.06.2017

Es war Freitag und heute sollte das Getriebe in Ivalo am Flugplatz ankommen. Um 18:00 Uhr mit dem letzten Flugzeug.

Zeitig starteten wir, damit wir rechtzeitig ankamen. Das Getriebe hatten wir im Seitenkoffer verstauen können. Unterwegs besorgten wir uns noch ein paar Lebensmittel.

Sehnsüchtig warteten wir ab 17:30 Uhr auf die Ankunft der Maschine. Nach 18:00 Uhr strömten die ankommenden Passagiere in die Ankunftshalle. Gleich würden wir das Getriebe abholen können. Aber es kam nicht. Und das Personal von Finnair wusste auch nicht, wo es abgeblieben war. Nach deren Recherche war es aus Helsinki nicht mitgeschickt worden. Vermutlich hatten die Deppen dort zu viel Mittsommer gefeiert und dabei zu tief ins Glas geschaut. Das Resultat war, dass sie das Getriebe vergessen hatten. Martin war stinksauer. Aber es nutzte auch nichts, wir fuhren unverrichteter Dinge wieder zurück zum Zeltplatz. Es waren ja „nur“ schlappe 80 km (!). Morgen um 12:00 Uhr sollten wir wieder vorbeikommen, da würde das Getriebe dabei sein.

Tagesstrecke: 163 km. Kaamanen – Inari – Ivalo und zurück.

 

Tag 13: 24.06.2017

Der Tag begann wie der gestrige aufgehört hatte… mit großer Nervosität.

Wettertechnisch war es O.K. denn die Sonne schien sogar. Schon einmal ein gutes Zeichen. Martin malte sich schon aus, was passieren würde, wenn das Teil heute nicht käme.

Zeitlich standen wir schon mächtig unter Druck. Ich musste spätestens am kommenden Freitag (30.06.2017) zuhause sein, aber Martin wollte ich nicht im Stich lassen. Das Motto war: gemeinsam losfahren und gemeinsam ankommen. Das konnten wir nur schaffen, wenn Martin das Ersatzgetriebe heute noch einbauen konnte.

Wie gestern fuhren wir auch heute schon früh los. Die Spannung war riesig. Diesmal hatte sich die Fahrt gelohnt. Das Teil war um 12:00 Uhr mit dem Flieger angekommen.

Ivalo- Airport                      

Hurrah!!!!!!!!!

Martin überprüfte an Ort und Stelle, ob es komplett war und begann anschließend das defekte Getriebe versandfertig zu verpacken.

Jetzt hieß es, nichts wie auf nach Kaamanen zum Campingplatz. Um ca. 14:00 Uhr fing Martin mit dem Einbau an. Wo es ging, unterstützte ich ihn. Nebenbei sammelte ich meine „sieben Sachen“ zusammen und verstaute sie auf meinem Motorrad.

Das Ganze jetzt rückwärts

Wenn etwas nervt an einer Fahrt, dann das ständige Auf- und Abladen des Gepäcks und jedes Mal erneut verzurren, damit bloß nichts verloren geht.

Gegen 17:00 Uhr waren wir bereit für die Heimfahrt. Erleichtert starteten wir durch, wieder über Ivalo, vorbei an Ivalo River Camping.  Wir kamen sehr gut voran, bei max. 120 km/h auf der Autobahn, vorbei an weiten Seen.

Unterwegs wurden wir innerorts von einer Polizeistreife angehalten. Der Beifahrer  kurbelte seine Seitenscheibe herunter und gab uns zu verstehen, dass wir unverzüglich rechts heranfahren und anhalten sollten. Der schimpfte mächtig und machte uns regelrecht zur Schnecke. Wir wussten erst gar nicht, was der gute Mann von uns wollte.

Kurze Erklärung: Wir waren auf der Suche nach einem Restaurant – wir hatten an der Tankstelle ein prima Lokal empfohlen bekommen – und waren gegen eine Einbahnstraße gefahren, scheinbar hatten wir  die Beschilderung übersehen. Kann ja mal passieren in der Fremde. Jedenfalls sind wir der Polizei „in die Arme gefahren“: Wir entschuldigten uns vielmals und taten absolut reuig, was den guten Mann offensichtlich gnädig stimmte. Jedenfalls ließ er Gnade vor Recht walten und sah von einer Strafe ab, gab uns aber mit auf den Weg, dass er uns die Ohren langziehen würde, sollte er uns bei einem solchen Vergehen noch einmal erwischen. Gerade als die Streife weiterfahren wollte, konnte Martin sie noch rechtzeitig stoppen und die Beamten nach dem Weg zum Lokal fragen. Wie sich herausstellte, sprach einer der beiden ganz passabel deutsch.

Scheinbar war es etwas kompliziert zu finden und so fuhr uns der Streifenwagen voraus bis direkt vor die Haustüre. Danke an dieser Stelle nochmal!

                                             Mittsommernacht in Finnland

An diesem Tag schafften wir es bis nach Torino an der Grenze zu Schweden. Hier strandeten wir nachts um 3:00 Uhr auf einem Campingplatz. Es herrschte Totenstille, alles schlief. Und ich rumpelte mitten hinein. Glücklicherweise wachte niemand auf. Da hätte es bestimmt ganz schön geraucht.

Die heute gefahrenen Kilometer betragen 677 km. Kaamanen – Inari – Ivalo – Inari – Kaamanen – Inari – Ivalo – Rovaniemi – Torino

 

Tourtag 14: 25.06.2017

 

Elektronikprobleme an dem 2-Ventil Boxer, Martin machte sich an seiner Maschine auf die Suche nach der Ursache der Störung. Wie sich herausstellte, hatten sich  nur  die Befestigungsschrauben der Lichtmaschine gelockert, so konnte sie keinen Strom produzieren. Die Kapazität der Batterie hatte  gerade noch für den Zündfunken gereicht. 

Ab in den Süden

 Die Fahrt von Torino nach Umea verlief zunächst problemlos. Später setzte aber wieder der starker Regen ein. Auf der Suche nach einem Campingplatz landeten wir, völlig durchnässt, wieder am First Camp. Hier durften  wir eine trockene Hütte beziehen und die nassen Sachen aufhängen.

Tagesstrecke: 403 km. Torino – Habarandas – Lulea – Skelleftea – Umea

 

Tourtag 15: 26.06.2017

Strömender Regen bis zum Nachmittag. Durch die Gischt der anderen Fahrzeuge war die Sicht super schlecht. Gegen 17:00 Uhr ließ der Regen endlich  nach und es trat eine Wetterbesserung ein, und der Fahrspaß begann!

Nach einer kurzen Rast in der Nähe von Uppsala, fuhren wir bei dichtem, abendlichem Verkehr durch Stockholm.

Auf der Suche nach einer Bleibe für die Nacht, zog es uns wieder nach Farstanäs. Irgendwie verschlug es uns immer wieder auf die Campingplätze der Herfahrt. War ja auch nicht schlecht. Hier kannten wir uns ja schon aus, und die Auswahl war ja auch nicht so üppig.

Um 22:30 Uhr trafen wir auf dem Zeltplatz ein, natürlich war der Laden schon zu und die Schranke geschlossen. Sah nicht einfach aus, auf das Grundstück zu kommen. Aber wieder einmal hatten wir Dusel. Ein Gast verließ den Platz mit seinem Auto und wir konnten durch die gehobene  Schranke huschen.

Mitten beim Aufbau der  Zelte  kam die Platzwärterin, ein mordsdrum Weib mit einem mordsdrum Hund, der war so groß wie ein Kalb. Sie war gar nicht damit einverstanden, dass wir hier still und heimlich zelten wollten. Wahrscheinlich dachte sie, wir würden uns morgens davon schleichen, ohne zu bezahlen. Sie hielt Rücksprache mit ihrem Boss. Er war einverstanden und erlaubte uns zu bleiben. Als Sicherheitsmaßnahme musste ich der Dame meinen Führerschein aushändigen, den würde ich am nächsten Morgen natürlich wieder zurück bekommen. Für uns war das kein Problem und die Nacht war sicher.

An diesem Tag sind wir 716 km gefahren. Umea – Örnsköldsvik – Sundvall – Söderham – Gävle – Uppsala – Stockholm – Nyköping

 

Tourtag 16: 27.06.2017

Trotz des morgendlichen Sonnenscheins, war es schon ganz kühl auf dem Bock. Überall auf den Dächern war noch Tau. Als wir beim Frühstück waren lernten wir einen  Freak kennen, der in einem umgebauten Bus wohnte. Der Typ hatte ein Boot zu einem Trike umgebaut und das Vehikel war trotzdem noch schwimmfähig.

Ein Mann, ein Bus, ein Boot

Die Europastraße E4 führte uns über Norrköping nach Linköpping und später entlang des Vättern, welch ein  See mit einer 100 km Länge!

Blick von einer Raststätte

Während einer Rast fiel Martins Helm zu Boden, wobei das Visierscharnier zu Bruch ging. Es war ja schon lange nichts mehr passiert! Die Teile waren überall verstreut. Da war nichts mehr zu reparieren. Notdürftig klebte er das Visier mit Panzertape fest. Zum Fahren ging es, doch die Scheibe war halt dann fest.

In Jönköping versuchten wir ein Ersatzteil zu bekommen, aber diese Helmmarke wurde in keinem Motorrad-Laden verkauft. Natürlich sind wir wieder Stunde für die Katz herumgekurvt.

In Röstanga trafen wir am spätem Abend ein. Wie schon zwei Wochen zuvor, checkten wir am Campingplatz ein. Alles war uns schon so vertraut.

Zurückgelegte Kilometer: 945 km. Nyköping – Norrköping – Linköpping – Jönköping – Värnamo – Ljungby – Astorp – Röstanga

 

Tag 17: 28.06.2017

Morgens ?! um 10:30 Uhr fuhren wir von Röstanga in Richtung Landskrona. Hier ging es dann auf die E20. Kaum waren wir auf die E20 gefahren, standen wir schon im Stau. Natürlich. Martin schlängelte sich durch die wartenden Fahrzeuge und gab mir zu verstehen, ihm nachzufahren. Aber ich hatte „Muffesausen“ und so verloren wir uns. Also fuhr ich alleine auf der Autobahn weiter nach Malmö. An der Öresundbrücke wartete dann mein verlorener Kumpel auf mich.

Richtung Kopenhagen ging es auf der E55 weiter nach Rodby. Hier setzten wir mit der Fähre nach Fehmarn über. Das war bisher meine allererste Fährfahrt, aber OK.

Warten auf die Überfahrt mit der Fähre

Ursprünglich wollten wir noch eine Nacht in der Gegend von Lübeck verbringen, denn wir hatten von einem Mann auf dem finnischen Campingplatz eine Adresse erhalten. Aber da es erst Nachmittag war, entschieden wir uns für das Weiterfahren. Außerdem sollten wir heim. Da das Problem mit Martins Visier noch nicht gelöst war, musste noch eine Lösung her. So wie bisher konnte er nicht lange weiterfahren. In Lübeck erhoffte er ein Ersatzteil zu bekommen, aber im einzigen Louis Store war nichts zu kriegen. Dort vertrieben sie seine Helmmarke nicht, und für einen neuen reichte die Portokasse nicht.

Was folgte war eine Irrfahrt durch Hamburg. Glücklicherweise fanden wir doch noch einen Polo Shop, bei dem wir fündig wurden.

Mit mehreren Tankstopps und Auszeiten zur Nahrungsaufnahme ging es stetig der Heimat entgegen. Doch leider verfolgte uns das Wetter aus dem Norden bis hier, auch in Deutschland wurden wir immer wieder bis auf den Leib durchnässt.

Auf Höhe Kassler Berge erwartete uns ein Megastau, sowas kann einem auf der Heimfahrt schon komplett den Spaß verderben!

Übermüdet und genervt trafen wir um kurz nach 3:00 Uhr in Werneck ein. Heute hatten wir ca. 1000 km zurückgelegt und waren echt froh, endlich wieder zuhause zu sein.

Röstanga – Malmö – Kopenhagen – Rodby – Fehmarn – Lübeck – Hamburg – Werneck

Insgesamt sind wir rund 7609 km gefahren.

Unser Ziel, das Nordkap, hatten wir zwar erreicht, doch mussten wir auf den schönen Anblick der Norwegischen Fjorde verzichten. Dies wäre allerdings der  Anreiz für eine weitere Tour. Desweiteren hat uns die Erfahrung gezeigt, dass man jederzeit mit allem rechnen muss. Man hat aber auch die Zuversicht, dass es überall nette und hilfsbereite Menschen gib, die einem in Notsituationen behilflich sind.

Wettertechnisch ist einfach nichts wirklich planbar.

Ich persönlich würde die Tour genauso wieder durchführen. Und wenn man einen so guten Partner wie Martin dabei hat, ist jede Situation zu meistern. Für uns gilt das Motto:

Gemeinsam losfahren, gemeinsam ankommen!

 

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Rost im Tank – was jetzt? Ein häufiges Problem bei älteren Motorrad – Typen

Verrostete Innenwand eines Motorradtankes

Rost im Motorradtank, hier muss sofort gehandelt werden.

Jedes Jahr im Frühling, quasi zu Beginn der Saison, häufen sich die Beschwerden von  Kunden, die sich über den Zustand ihres Motorrad Stahltanks beklagen.
Was ist passiert?“ fragen wir.

Als Antwort bekommen wir, dass der komplette Kraftstoff, der erst vor wenigen Jahren in den Kraftstoffbehälter gefüllt wurde, wie Straßenteer aussieht oder dass nur noch Rost zwischen dem bisschen Benzin schwimmt. Auch die komplette Innenbeschichtung eines Benzinbehälters fanden wir schon auf dem Grund eines Tanks.

Verrosteter Tank einer BMW Motorrad R 90 /6

Schon vom Einfüllstutzen aus kann man den Rost im Tank sehr gut sehen

„Was nun?“, stellt sich hier die Frage.
Oft ist es nicht möglich, einen neuen Kraftstofftank für unsere klassischen Fahrzeuge zu besorgen, oder die Versorgung mit einem Neuteil ist einfach viel zu teuer. Somit kommt dann nur eine Tankrestauration bzw. eine neue Tankinnensanierung in Frage.
„Was ist eine Tankrestauration/Tankinnensanierung?“

Der Rost wurde entfernt und der Tank innen mit KREEM versiegelt

Innenbeschichteter Motorradtank, jetzt kann man wieder bedenkenlos fahren

Der Tank wird geprüft auf Dichtheit, auf den optischen Zustand, auf Schäden usw.
Mit den neuen Produkten in unserem Shop (Tankreiniger, Tankentroster und Tankversiegelung) habt ihr die Möglichkeit, den Tank zu reinigen, entrosten und zu versiegeln. Damit so etwas nicht wieder passiert, empfehlen wir, den Tank bei einer Standzeit ab 2 Monate bis 6 Monate und mehr zu entleeren.
In der nächsten Saison kann der Tank wieder neu mit Benzin befüllt werden.

Versiegelung für entrostete Motorrad oder Auto - Kraftstofftanks

Tankversiegelung von KREEM für Ihren Motorradtank

Haben Sie vor, nach eine Tankinnenversiegelung Ihre Tankaußenfläche neu zu lackieren, ist das kein Problem.
Bitte darauf achten, das der frisch lackierte Tank bei ca. 60 Grad bis 80 Grad in einer Trocknungskammer getrocknet wird.  Es darf KEIN Schnelltrocknungsverfahren angewendet werden, diese würde die Innenversiegelung beschädigen.
Nachträgliche Pulverbeschichtung, Verchromung und Sandstrahlarbeiten schädigen die Siegelschicht
Die Siegelschicht ist bis zu 180° Grad hitzebeständig!Eine genaue Gebrauchsanleitung bekommt ihr beim Kauf selbstverständlich mit dazu.
Die Anwendungen sind verständlich und auch für Laien zu gut händeln. Man beachte allerdings: IMMER ERST REINIGEN, ENTROSTEN UND 2 mal im Schwenkverfahren VERSIEGELN!!!

Wenn ihr aber Fragen habt – dann einfach anrufen – wir beraten euch gerne.

Das KREEM Sortiment in unserem Shop

Hier ein paar nützliche LINKS:

Tankentroster für 25 Liter Stahltank

Tankreiniger für 25 Liter Benzintank

Tankversiegelung für 20 Liter Kraftstoffbehälter

 

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Elefantentreffen in Solla 2018

BMW Motorrad Gespann auf dem Weg zum Elefantentreffen

Der Ritter mit seinem Gespann

Elefantentreffen in der Gemeinde Thurmansbang – Bayerischer Wald 2018

Wie jedes Jahr gab es auch 2018 wieder ein Elefantentreffen. Leider war  mehr Schlamm als Schnee zu sehen. Doch der Charme des Elefantentreffens geht ja dadurch nicht verloren. Kuddl war für uns mit seinem Gespann vor Ort und, wie es ein echter Elefantentreffen-Veteran so macht, ist er schon am Montag vor dem eigentlichen Treffen dort angereist. Er berichtete uns, dass er von allem etwas hatte, sowohl Frost, als auch
Sonnenschein, Regen und Schnee aber auch schöne trockene Tage mit blauem  Himmel. Die Teilnehmer sollen in diesem Jahr besonders diszipliniert gewesen sein, gab er an.
Bei mir ist leider eine Rallye dazwischen gekommen und ich musste mich entscheiden. Ich habe die ICEMAN Rallye dem Megaevent Elefantentreffen vorgezogen!

Elefantentreffen in Thurmansbang 2018

Kuddl auf dem E-Treffen 2018

BMW Motorrad Gespann in Solla

Viele BMW Gespanne auf dem Elefantentreffen!

Schwingengabelumbau im BMW Motorrad 2-Ventil Boxer

Individueller Gabelumbau am BMW Motorrad Boxer Gespann

BMW Gespann - Umbau auf K-Basis

K-BMW Motorrad Gespann Umbau

BMW Motorrad Gespann auf dem E-Treffen

Seltene BMW Motorrad Gespann Modelle

BMW 4V-Boxer Gespann Umbau

Gespann-BMW-Motorrad Umbau

Beiwagen für BMW Motorrad Gespann in Solla

Sehr individuelle Gestaltung des Beiwagens am BMW Motorrad Gespann

BMW K Motorrad Gespann

BMW Motorrad Gespann mit K-Motor

BMW Motorrad Boxer auf dem E-Treffen

Rocker – Boxer auf dem Elefantentreffen 2018

Elefantentreffen mit Reifendienst

Der Reifendienst mit TONI-THE-MOUSSE-SEUBERT auf dem E-Treffen

BMW Motorrad K-Gespann

Waffe – auf BMW Motorrad K-Basis

Gespann auf dem E-Treffen - Elefantentreffen in Solla

BMW K-Motorrad Umbau

BMW Gespann auf dem Elefantentreffen 2018

Dreckschleuder – K-BMW Motorrad Gespann auf dem E-Treffen

E-Treffen mit dem BMW Motorrad Boxer

BMW 2-Ventil Boxer Gespann auf dem Elefantentreffen 2018

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Sintermetallkupplungsscheibe – Hydraulikzylinder BMW Motorrad

SWT-SPORTS EnduroBoxer Nr. 14 mit Zentralfederbein

SWT-SPORTS Enduro Nr. 14 – Lange stand das Bike in der Scheune rum

Am SWT-SPORTS Enduro Umbau Nr. 14 sollten einige Änderungen vorgenommen  werden. Der eigentliche Umbau stammte aus dem Jahr 2009 /  2010 und hat  seit dieser Zeit schon einige Einsätze hinter sich. Der aktuelle  Besitzer wünscht sich einen agileren Motor und eine stabilere und  belastbare Kupplung. Beides kein Problem für uns.

Gemachter Motor mit BIG BORE Kit 860ccm

Getunter BMW Motorrad R 65 Motor mit 860ccm Siebenrock Kit

Abgeschnittener Motorblock für den EnduroBoxer

Gekürzter Motorblock für SWT-SPORTS BMW Motorrad Nr. 14

Lackierter Motorblock für den SWT Umbau Nr. 14

Schwarz Matt für den EnduroBoxer von SWT-SPORTS

Beim Triebwerk entschieden wir uns für einen Boxer mit 650 ccm.  Ursprünglich wurde dieser in einer Behördenmaschine der Franzosen  eingesetzt. Der Motor wurde zerlegt, bei RPM überholt und mit 860ccm  Siebenrock Zylindern versehen. Das getunte Aggregat pflanzten wir dann  wieder in den verstärkten EnduroBoxer Rahmen. Schwarz eingefärbt sieht  es nicht nur schicker aus, sondern kann die Wärme auch besser an die  Umgebung abgeben. Das Getriebe wurde vor kurzem überholt und konnte  somit unverändert an den Block geschraubt werden. Zwischen  Luftfilterkasten und den 32er Bing  Gleichdruckvergasern mussten wir die Ansaugrohre etwas angleichen. Die Luft wird jetzt durch einen Wüstenluftfilter / Papierluftfilter – Wüste gereinigt.

Anlasserkranz an BMW Motorrad Boxer Motor

Schwungscheibe mit Zahnkranz für den Anlasser

Neue Kupplung im BMW Motorrad Boxer

SACHS Sintermetallkupplung mit Druckplatte, Druckfeder, Reibscheibe, Schrauben und Sicherung für BMW Motorrad Boxer

Kupplungszusammenbau

Zusammenstecken der Kupplung mit den Distanzscheiben für die Sinter – Kupplung von Sachs

Einbau der Kupplung am BMW Motorrad Boxer

Vormontage im Motorgehäuse des BMW Motorrad Boxer Umbaues

Sachs BMW Motorrad Kupplung

Einbau und ausrichten der Sintermetallkupplung von Sachs Racing

Einbau der Sinterkupplung in den BMW Motorrad Boxer

Zentrieren der Kupplung mit dem Zentrierdorn zur Kurbelwelle

Zusammenbau der BMW Motorrad Sachs Kupplung

Anziehen des Kupplungsdeckel mit dem Drehmomentschlüssel

Fett auf die Verzahnung des BMW Motorrad Getriebes

Anfetten der Eingangswelle des BMW Motorrad Getrag Getriebes

Für die sichere Kraftübertragung sorgt eine SINTERMETALKUPPLUNG von SACHS. Diese Kupplungsreibscheibe ist viel stabiler und widerstandfähiger als die originale Sachs-BMW Kupplung. Für ein leichteres Kuppeln sorgt unser Hydrauliknehmerzylinder. Dieser kann direkt auf den originalen Getriebedeckel ab Baujahr 1980 angeflanscht
werden.

SWT-SPORTS Nehmerzylinder für die Kupplung

Kupplungsnehmer der Hydraulikkupplung von SWT-SPORTS

Hydraulischer Kupplungsnehmerzylinder am BMW 2-Ventil Getriebe

Anbau des Nehmerzylinder am BMW Motorrad Getrag – Getriebe

Umbaurahmen mit Boxerblock und Getriebe

BMW Boxer Motor mit Angeflanschtem Getriebe im SWT-SPORTS Rahmen

Umbauboxer mit Anlasser und Luftfilter

Fusion mit Luftfilter und Anlasser im SWT BMW Motorrad Umbau Nr. 14

Am Lenker haben wir eine 10mm Kupplungspumpe von Brembo positioniert.  Durch eine SM-BRAKES Stahlflexleitung wird die Kraft durch Bremsflüssigkeit DOT 4 zum Nehmerzylinder weitergegeben.
Jetzt hat der SWT-SPORTS EnduroBoxer einen deutlich größeren SPASSFAKTOR  !!!
Wir wünschen Karsten viel Spass mit seinem Bike !!!

 

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Neue Federbein-Technologie für unsere SWT-SPORTS Zentralfederbeinumbauten

Tracktiv Shok for SWT-SPORTS BMW Motorrad

Mit Christian Meier beim Ausmessen des neuen Federbeins

Um unsere Produkte ständig zu verbessern, sind wir schon lange auf der Suche nach einem Lieferanten, der uns ein Federbein mit PDS System (Progressives Dämpfer System) produzieren kann. Mit Hyperpro haben wir einen Partner der gute stabile Dämpfer produziert jedoch für unsere speziellen Einsatzzwecke benötigen wir einen Dämpfer mit einem PDS System. Was bewirkt dieses System? Beim Eintauchen des Hecks wird das Federbein zusammengedrückt und die Dämpfung steigt durch den zweiten Kolben an, so dass mehr Durchschlagsreserven vorhanden sind. Damit hat der Dämpfer ein besseres Ansprechverhalten und genügend Reserven für den harten Einsatz im Gelände.

Der Dämpfer nutzt den kompletten Federweg der BMW R 100 GS

Der volle Federweg wird genutzt. Somit ist Fahrkomfort auf der Tagesordnung

Die zusätzlichen Ventile der Low und Highspeed Einstellung erlauben fast alle Einstellungen für den On-und Offroad Einsatz. Bei einem Stoßdämpfer ohne PDS fehlen diese Reserven für mehr Durchschlagsreserven, so muss die Druckstufe mit mehr Dämpfung gefahren werden was das Ansprechen im Gelände verschlechtert.Doch beim PDS – System verstärkt sich die Druckstufe des Federbeins durch den zweiten Kolben und somit wird das Durchschlagen vermindert.

Schön verarbeitete Teile für den hinteren Dämpfer mit Zentralfederbein

Nur edel verarbeitete Teile am Tracktiv Dämpfer für die BMW Motorrad Umbauten von SWT-SPORTS

Mit Tracktiv Suspension haben wir einen Partner gefunden, der unsere Ansprüche umsetzen kann. Sie bauen nun einen Dämpfer für unsere Zentralfederbeinumbauten der BMW Motorrad 2-Ventil Boxer. Das Federbein ist aus vielen edlen Aluminiumfrästeilen und daher leichter. Die Federbeingabel, die an der Schwinge verschraubt ist, macht einen sehr stabilen Eindruck.

Tracktiv Rearshock for BMW Motorrad GS

Der Dämpfer von Tracktiv wirkt sehr sauber und solide verarbeitet

Tracktiv kann uns zudem auch noch eine hydraulische Federvorspannung liefern, die für den Geländeeinsatz tauglich ist, da hier die meisten Hydraulischen-Federvorspannung der anderen Hersteller nicht funktionieren wegen des hohen Drucks, der entsteht, und dadurch undicht werden.

Anpassungsarbeiten am Tracktiv Dämpfer für BMW Motorrad

Christian Meier und Manuel Schad (SWT-SPORTS) beim Anpassen des Tracktiv Federbeins

Supported werden wir dabei von Christian Meier, der seine Erfahrungen hier einbringen wird durch die langen Jahre, die er in der Fahrwerks-Branche tätig ist.

 

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SWT-SPORTS goes Road of Bones

BAM Baikal-Amur-Magistrale - Road of Bones - Old Sibirian Summer Road

EnduroBoxer Tour 2018 – ROAD OF BONES

Es gibt Träume, die träumt man ewig. Und es gibt Träume, die einfach wahr werden. Seit vielen Jahren testen wir unsere Produkte auf unseren  EnduroBoxer Touren. Diese Touren haben wir bis Dato immer mit unserem  finnischem Freund Simo Kirssi organisiert. Simo ist ein Naturtalent, der  fliegende Finne, der es in seiner Karriereleiter bis zum Europameister  geschafft hat, hat ein Näschen für tolle Endurostrecken. Auf unseren Touren durch seine Heimat  Finnland und das angrenzende Russland konnten wir unsere Bikes auf Herz und Nieren erproben. EnduroBoxer heißt  -> Dickschiffe ab 150 kg. Also die Bikes, bei denen es im Gelände schon  etwas anstrengender wird.

Tiefes Gelände in Russland

Harte Arbeit , mit den schweren Dickschiffen durch den Morast

 

Tief eingegraben mit der KTM SE 950 im russchischem Gelände

Ganz tief im Schlamm, Wolfgang mit seiner KTM LC8 SuperEnduro

Für 2018 muss ich alle EnduroBoxer – Tour  Begeisterten enttäuschen. Wir werden keine Tour in Finnland  organisieren, nein für die Saison 2018 steht etwas ganz besonderes auf  dem Plan. Auf unseren bisherigen EnduroBoxer Touren haben wir die tiefen  und schlammigen Tracks immer als „Road of Bones“ bezeichnet.

EnduroBoxer Tour in Russland als Testlauf für die Road of Bones

Erste Übungen für die ROAD OF BONE in Russland

Offroad der Superlative in Russland

Mehr Wasser als Straße, Verbindungsgassen in Russland

Und die „Road of Bones“, eine Strecke, die zum Bau der Transsibirischen Eisenbahn unter Stalin angelegt wurde, war immer wieder im Gespräch. In der nächsten Saison ist es nun soweit, der lange geträumte Traum wird wahr.

EnduroBoxer Tour 2015 mit Jörg und Manuel in Russland

Jörg Schnabel und Manuel Schad auf der EnduroBoxer Tour 2015

SWT-SPORTS heißt in diesem Fall Jörg Schnabel und Manuel Schad. Jörg hat uns auf fast allen EnduroBoxer Touren immer begleitet, er ist der Endurist und Tourenfahrer mit dem man eine solche Reise schaffen sollte.
Um euch an unserer Tour teilhaben lassen zu können, haben wir den EnduroBoxer.swt-sports.de   Blog etwas umgestaltet. Hier werden wir neben unseren Vorbereitungen auch während der Tour immer wieder berichten.

Ich hoffe ihr habt Gefallen daran und bleibt uns als Leser weiter treu.

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Hydraulische Kupplung für BMW Motorrad 2-Ventiler

SWT-SPORTS Umbau Nr. 60 zum Umbau auf hydraulische Kupplung

Börnies Boxer auf dem Weg in der Werkstatt, jetzt wird auf hydraulische Kupplung umgesteckt.

Warum eigentlich auf eine hydraulische Kupplung umbauen? Die Kupplung  des BMW 2-Ventil Boxers geht an und für sich schon ganz leicht für ein Krad dieses Baujahres. Da hat es damals Bikes am Markt gegeben, deren  Kupplungen man ohne Verlängerung gar nicht betätigen wollte. Doch die  Zeit bleibt ja nicht stehen und auch wir mit unseren 2-V Boxern möchten  immer wieder etwas am Bike verbessen. Deshalb haben wir diese  Hydraulische Kupplung auf dem Markt gebraucht. Im Einsatz ist diese schon seit 2010 erfolgreich auf meiner Wettbewerbs-Geländesport-Boxer-Enduro verbaut. (Siehe LINK). Doch nun soll sie für jeden Kunden zugänglich gemacht werden.
Umbauen heißt immer wieder Kompromisse eingehen. Wie soll ich das mit der Elektronik bzw. mit den Schaltern an der linken Armatur machen? Ja, das ist in der Tat nicht ganz ohne. Zuerst kann man die Elektrik am Bike komplett neu umstricken und auf die modernen Elektronikboxen umbauen.

Geberzylinder an der Lenkstange des SWT-SPORTS Boxer

Hydraulische Geberpumpe für die Kupplung am Lenker

Anschluss des Kupplungsnehmerzylinder am Getriebe des BWM Motorrad 2-Ventiler

Nehmerzylinder am Getriebe, die Aufnahme für den Kupplungshebel bleibt frei

Modifizierte Aufnahme für die LEGO-Schalter der BMW Motorrad Boxer Modelle

Der bearbeitete Halter für die Elektroschalter der BMW R 80 – 100 R / GS Modelle

Geändertete Kupplungsarmatur für den Boxer

Kupplungsnehmerzylinder vor dem modifizierten Choke und Elektrohalter

BMW Motorrad GS R 80 - 100 Kupplungsarmatur für den Boxer

Hier können die Lego-Schalter vom BMW Boxer und auch der Choke weiter benutzt werden

Modifizierte Aufnahme der Handschalter der Elektrik

Der Hebel für den Seilzug wurde entfernt und verschliffen.

Geberzylinder für den Umbau auf hydraulische Kupplung

Kupplungspumpe von Brembo für den Umbau des BMW Motorrad Boxer

Kupplungstuning am BMW Motorrad 2-Ventil Boxer

Kupplungsnehmerzylinder von SWT-SPORTS für den Umbau auf hydraulische Kupplung

Diese Arbeit ist jedoch nichts für Jedermann. Wir empfehlen den Umbau der originalen Kupplungsarmatur von BMW. Hier wird der Halter für den Kupplungshebel sauber abgetrennt und die Befestigung für die Licht- und  Hupen-Schalter bleibt völlig unberührt.
Anstelle des Kupplungshebels findet eine Kupplungspumpe –  Kupplungsgeberzylinder von BREMBO oder MAGURA  10mm jetzt ihren Arbeitsplatz am Lenker.
Der Kupplungsnehmerzylinder wird direkt auf den Flansch am Getriebe (nur Getriebe ab Ende 1979) montiert. Hier entfällt die Manschette am Ausrücklager, doch das Ausrücklager bleibt im Schaft erhalten. Die beiden Halbmonde des Kupplungsnehmers werden am Hals des Ausrücklagers über den Kragen gesteckt und dann der Nehmerzylinder darüber gestülpt. Mit den vier Schrauben wird der Zylinder gesichert.
Nun muss nur noch die Kupplungsleitung gelegt werden. Am besten wird die Pumpe von unten nach oben mit einer Spritze befüllt.

Für Fragen sehen wir euch gerne zur Verfügung. Natürlich könnt ihr diese auch als Kommentar unter dem Beitrag hinterlassen.

Link zum Kupplungsnehmerzylinder schwarz

Link zum Kupplungsnehmerzylinder silber

 

 

 

 

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SWT-SPORTS BMW Motorrad Umbau Nr. 57

BMW R 100 R im R 100 GS SWT-SPORTS Trimm

Die SWT-SPORTS BMW Nr. 57 im Einsatz – EnduroBoxer Tour 2017

Als Andreas mit dem BMW Boxer des Fahnders (Drogenfahnder) bei uns  aufschlug, musste ich ein bisschen schmunzeln. Der Boxer wurde von uns  mit geringem Budget von einer BMW R 100 R auf BMW Motorrad GS umgebaut.

Ehemalige Straßenmaschine von BMW Motorrad mit GS Trimm

Die Ausgangsbasis , einen gepimpte BMW R 100 R mit Geländefahrwerk

Wobei der Auspuff weiterhin unten liegend blieb. Wir hatten der  Straßenmaschine eine 40 USD Gabel und ein längeres WP Federbein  verpasst.

Im Einsatz in Russland mit dem SWT-SPORTS Boxer Nr. 57

Der BMW Motorrad Boxer mit dem SWT-SPORTS Fahrwerk wird nicht geschont.

Andy wurde von seinem Kumpel Lemmy auf uns aufmerksam gemacht. Als er dann auch noch bei einem unserer EnduroBoxer Treffen aufschlug, haben wir  hin wohl infiziert!

Der SWT-SPORTS Geländesportumbau Nr. 57 im Einsatz

Andy im Einsatz auf der EnduroBoxer Tour 2017

Doch jetzt zurück zum Boxerumbau. Es waren verschiedenste Ideen und  Wünsche vorhanden und Andy hatte sich selbst auch viel Zeit genommen.
Männerwellness pflegte er immer zu sagen! So wurde die Kiste zerlegt,  der Rahmen gestrahlt und verstärkt und eine Zentralfederbeinaufnahme  eingeschweißt. Der Tank musste etwas modifiziert werden. Die Gabel haben  wir durch eine modernere ersetzt und die Schwinge auf 18″ umgebaut.
Während des Zusammenbaus haben wir den GS-Neuling wohl ganz versaut!   Nun wollte er auch noch mit uns die Finnland – Russland EnduroBoxer Tour  fahren!

Einsatz des Boxer´s am größten See Europas - Ladogasee bei der EnduroBoxer Tour 2017

Die SWT-SPORTS BMW R 100 R Nr. 57 am Ladogasee – Russland

Dies war für uns eine etwas größere Hürde, denn mit einem Motor im  Rahmen alleine lässt es sich schlecht fahren. Deshalb mussten noch die  Teilelieferanten etwas geärgert werden, so dass der Boxer kurz vor  Abfahrt fertig wurde. Doch alles nur dank der großen Unterstützung durch  den Besitzer selbst. Rahmenheck und Sitzbank wurden nach seinen Wünschen  angepasst, auch die Beleuchtung hat er selbst angebaut und mit Unterstützung unseres Elektrikers angeschlossen.

SWT-SPORTS 57 an der Grenze Russland - Finnland

Am Grenzübergang beim Abschluss der EnduroBoxer Tour 2017

Doch für eine große  Erprobungsfahrt war keine wirkliche Zeit, so fiel es nicht auf, dass der  Boxer die ganze Tour mit nur 30 PS unter den Stollen teilnahm, da an  beiden Vergasern die Membran gerissen waren. Die SWT-SPORTS Nr. 57 macht  auf jeden Fall ein ganz gutes Bild. Und wenn man dann hinter dem WRP  Lenker sitzt, kommt das fette Grinsen von Ohr zu Ohr auf das Gesicht.

SWT-SPORTS BMW Motorrad Boxer Nr. 57 mit dem Macher Andy

Andy mit seinem EnduroBoxer – Die SWT-Nr. 57

Bilder von SWT-SPORTS, GS-Kutscha und Julian Schmitt

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BMW Motorrad R 50 Bobber mit Upside-down-Gabel

Schwarzweissbobber

Zurückgebeamt in die DDR , der SWT-SPORTS BMW Motorrad 50/2 Bobber

Getunter BMW Bobber von SWT-SPORTS.de mit USD Gabel und Doppelscheibenbremse

BMW Motorrad R 50/2 Bobber von Johannes E. und SWT-SPORTS

Es ist kaum ein Jahr her, als Johannes mit seiner Idee zu uns kam, um an seinem klassischem BMW 2-Ventiler Motorrad eine Upside-down-Gabel (USD) Gabel einzubauen.
Zu Beginn mussten einige E-Mails ausgetauscht werden, um zu wissen was Johannes mit seinem Bike vor hat. Die Ausgangsbasis war eine bereits teilweise umgebaute BMW Motorrad R 50/2 von 1968 . Diese wurde bereits vom Vorbesitzer mit einen R 75/7 Motor und eine R 75/7 Gabel umgerüstet. Für Johannes war beim Kauf nur der Rahmen mit seinen senkrecht stehenden Federbeinen wichtig. Diese werden auf dem Markt schon teuer gehandelt. Dass das Boxertriebwerk schon ausgetauscht war, war nebensächlich.

SWT-SPORTS Bobber Chopper Umbau auf BMW Motorrad Basis

BMW Motorrad R 50 / 2 Bobber von Johannes E. und SWT-SPORTS

Nach einigen Emails und mehreren Telefonaten waren wir  Zwei synchron und die Suche nach der Gabel und einem geeigneten Vorderrad samt Bremse ging los. Ich möchte nicht wissen wie lange er da am Rechner gesessen hat, bis wir diese edlen Teile zum Modifizieren erhalten haben. Hierbei war es Johannes wichtig eine Gabel mit geeigneter Vorderraddimension zu finden, die die Form und Proportion des Fahrwerks harmonisch fließen lässt sowie klare Linien aus Rahmendreieck, vorderem Standrohr und hinterem Federbein bildet. Die gewählte und zu verbauende Upside-down-Gabel konnte durch ihre typisch massive Dimensionierung auch den schwarzen Faltenbalg sauber ersetzen.
Beim Ausbau der konventionellen Gabel stellten wir fest, dass der Vorbesitzer nicht sehr sensibel zu sein schien, da die Lenkkopflager völlig defekt waren. Selbst der Lagersitz war reparaturbedürftig. Schon war der Schwerpunkt der Arbeiten zum Anfang des Projekts auf ganz andere Dinge verlagert. Die Instandsetzung der Sitze für die Kegelrollenlager und das Ersetzten der Lager war nun im Vordergrund. Im Zuge dieser Arbeiten wurde der Bobber auf die Kegelrollenlager der jüngeren 2-Ventiler aufgerüstet.

 

Gabelumbau an einem klassischen BMW Motorrad Boxer

BMW Motorrad R50/2 mit KTM 1290 Gabel by SWT-SPORTS

Die USD Gabel einer 1290 KTM sollte es werden. Nach kurzer Zeit wurde uns das Richtige Einbauteil zugestellt. Jetzt musste noch die passende Radnabe für den Umbau auf Doppelbremsscheiben gefunden werden. Dies war nicht wirklich leicht und auf keinen Fall wollten wir das Umbauprojekt mit einer Gussfelge versauen. Einige Zeit nach vielen Sichtungen technischer Abmessungen der eventuell möglichen Radnaben wurden wir fündig. Eine R 1100 Nabe würde gehen. Doch Kreuzspeichen wie bei den neueren Boxermodellen gehen für dieses Projekt gar nicht. Was nun, war die Frage. Kurzerhand, um das Projekt nicht zu sehr in die Länge zu ziehen, ließen wir die Radnabe aus dem Vollem fräsen und so bohren, dass diese konventionell eingespeicht werden konnte.
Für die richtige Verzögerung sollten zwei Bremsscheiben sorgen. Johannes wollte die runden Standardscheiben verbauen, doch hier konnte ich mich durchsetzen. In meinem Kopf sah ich immer wieder Wave-Bremsscheiben. Die gezahnte Form gestaltete das Vorderrad so interessant, dass ich auch Johannes überzeugte und diese einfach verbaute. An den BREMBO Bremssätteln einer KTM Straßenmaschine war dann fast nichts mehr zu verändern, sie passten fast unverändert auf Scheiben und Gabel.

 

Fußbremspumpe für Vorderradbremse am Rahmenrohr

Bremspumpe am Rahmenrohr für die vordere Doppelscheibenbremse am BMW Motorrad R 50 . 2 Bobber

Doch die Ansteuerung der Bremsen war nicht so ohne, wir hatten nun 8 Kolben statt zwei zu versorgen. Auch der Seilzug der originalen Bremsarmatur war als Ausgangsbasis fix. Ein Bremsflüssigkeitsbehälter auf dem gerade geformten LSL Sonderlenker Typ LD2 kam für Johannes nicht in Frage. Somit musste stark gezaubert werden. Ein Fußbremszylinder fand seinen neuen Arbeitsplatz unterhalb des Universal-Benzintanks. Dank der 16er Pumpe aus einem BMW K Modell arbeitet die Bremse sehr wirkungsvoll und gut dosierbar.

Modell vor dem Echtem Bike BMW Motorrad R 50 / 2

Das Kleine Boxerbike vor dem großem BMW Motorrad Bobber R 50 /2

Eine weitere Herausforderung war die großen Weißwandreifen in dem bestehenden Rahmen unterzubringen. In der neuen Gabel hatten wir kein Problem den 4.00 – 18″ einzubauen, doch hinten wurde es eng und es musste alles auf den 4.50 – 18″ angepasst werden. Die Felge wurde etwas vom Endantrieb nach links gezogen. Das Schutzblech erhielt komplett neue Haltepunkte, wurde eingekürzt und etwas nachgebogen. Auch die Beleuchtung für den Verfolger haben wir mit einem schönen, runden LED- Rücklicht effizient auf einen neueren Stand gebracht. Zusätzlich sorgen hinten zwei Blinker, auch auf Wunsch des TüV’s , für einen höheren Sicherheitsstandart beim Richtungswechsel.
Als dann der Boxer von der Bühne kam, stellten wir schnell fest das der Tank nochmal einen neuen Platz auf dem Bike einnehmen muss, da sonst der Lenkanschlag wie bei einem Ferrari ausfallen würde. Schnell wurde eine neue Position ermittelt und der Tank neu eingepasst.

 

Tuner Manuel Schad mit dem BMW Boxer Motorrad Bobber Umbau

Manuel Schad – SWT-SPORTS vor dem BMW Motorrad Boxer R 50 – 2 Bobber

Die Installation der neuen Geschwindigkeitsanzeige zog fast einen vollständig neuen Kabelbaum nach sich. Um den kleinen Acewell Tacho MD52-353 vernünftig anzuschließen, mussten wir massiv in die Elektrik eingreifen. Da diese ohnehin nicht so toll aussah, haben wir fast 90 Prozent davon erneuert.

 

Schon anzuschauen der Bobber von BMW Motorrad

Auch von Hinten sehr schön, der BMW Motorrad R 50/2 Bobber

Mit diesem Bike hat sich Johannes sein persönliches Traumbike auf die Federbeine und Räder gestellt. Dank der sachkundigen Projektbegleitung des TÜV-Süd ist auch alles legal und erhielt erfolgreich das Gutachten zur Erlangung der Betriebserlaubnis gemäß §21 StVZO (§19(2) StVZO).

BMW Motorrad Boxer Umbau mit vielen tollen Lösungen

Auch eine Schokoladenseite des BMW Motorrad Boxer von Johannes E. und SWT-SPORTS

 

Weitere Bilder des BMW MOTORRAD R50-2 Umbaus zum Bobber

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SWT-SPORTS BMW Motorrad Reisekuh – Umbau Nr. 19

Schicker Reiseumbau auf BMW Motorrad R 100 GS Basis

SWT-SPORTS BMW Motorrad R 100 GS Umbau mit HPN Tank und Verkleidung

Der Erbauer vor seinem Expetitionsfahrzeug

Eric vor seinem Schmuckstück, einer BMW R 100 GS mit USD Gabel und Zentralfederbein

Hier möchten wir euch die BMW Motorrad R 100 GS mit dem SWT-SPORTS Rahmenumbau  Nr. 19 vorstellen. Das Bike wurde wie gewohnt mit einer USD Gabel  ausgerüstet. Doch dieses Mal war es einer Marzocchi Gabel aus Italien,  die die Führung des Vorderrades übernimmt. Die Räder sind wie die  Originalen auch Kreuzgespeicht. Doch hinten wurde der Felgenring eines  Zweiventilers mit der Radnabe einer R 1100 -1150 GS gepaart. Der Rahmen  wurde von uns auf Zentralfederbein umgearbeitet. Die Unebenheiten der Piste gleicht ein Wilbers Federbein sicher aus. Der TANK und die  Verkleidung stammen vom Edeltuner HPN Motorradtechnik aus Seibersdorf.

Reiseenduro von SWT-SPORTS mit große HPN TANK

SWT-SPORTS BMW Motorrad Umbau Nr. 19 mit SGS2-Auspuffanlage

Die SGS2-Abgasanlage wird durch die Firma SIEBENROCK vertrieben.
 Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage unter Umbauten !!!

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Verschluss Synchronanschluss am BING 26 32 40 Vergaser von BMW Motorrad

Verschlossener Anschlussstutzen am Bing Vergaser

BMW MOTORRAD BING VERGSER mit Verschlussschraube am Anschluss für den Synchronstutzen

Fast jeden Saisonstart gibt es die gleichen Probleme! Die BMW Motorrad R 80 – 100 R / GS mit einer neuen Batterie an der Start gebracht, den Choke gezogen, sie springt an, aber…… sie läuft nicht richtig an!

Ursachen dafür gibt es viele. Einmal kann es Wasser – Kondenswasser in der Schwimmerkammer sein, dann vielleicht nur der umgekippte Kraftstoff oder eine defekte Dichtung.  Hier empfehlen wir einen Kraftstoffzusatz. Wir erleben es immer häufiger, dass der Boxer einen undichten Synchronschlauch am BING 26 32 40 Vergaser hat.
Dieser Luftschlauch verbindet den rechten mit dem linken Vergaser und soll für einen besseren Rundlauf sorgen. Doch was Vorteile bringt, kann auch immer viele Nachteile mit sich ziehen.

Stopfen oder Schraube am BMW VERGASER

Qual der Wahl, Stopfen oder Schraube am BMW Motorrad BING Vergaser

Wieso wird dieser Synchronschlauch undicht? Meist knickt er am Anschluss ab und bekommt dort Risse. Durch diese zieht er Falschluft und erzeugt den unrunden Motorlauf. Dass die Gummis kaputt gehen, liegt oft am fehlenden Weichmacher in den neuen Gummischläuchen. Durch die Umweltverordnungen dürfen die Herstelle mit diesen Zusatzstoffen in ihren Gummi- und Kautschukprodukten nicht mehr so freizügig umgehen.
Was ich natürlich auf der einen oder anderen Seite voll verstehe, doch im Fall der Haltbarkeit wirkt sich dies deutlich negativ auf das Produkt aus.

Anschlussstück am BMW Bing Vergaser

Anschlussstutzen für den Synchrontester – Synchronuhren am BMW Motorrad BING Vergaser

Aber auch hier gibt es eine Lösung!

Da wir dies bei unseren doch recht alten BMW Motorrad Boxer Modellen sehr häufig haben und die Mischungen der Schläuche nicht wirklich besser werden, empfehlen wir die Anschlüsse zum Synchronisieren mit einem Stopfen oder einer Schraube zu verschließen.

Verschlussstopfen und Verschlussschraube für den Anschluss am Bing Vergaser

Stopfen oder Schraube zum Verschluss des Synchronanschlusses am BMW Motorrad BING Vergaser

Beide Versionen bringen Vorteile!

Der Stopfen ist schnell abnehmbar, er ist leicht zu montieren und hat selbst nur ein geringes Gewicht. Nachteil allerdings ist, dass auch der Verschlussstopfen rissig werden kann. Dieser reagiert dann selbst wie der Schlauch.

Verschlussmöglichkeiten für den Anschluss am Vergaser

Verschlussschrauben und Verschlussstopfen für die BMW Motorrad Gleichdruckvergaser

Bei der Verschlussschraube hat man eine sichere Montage. Sie ist wind- und wetterbeständig und kann somit nicht rissig oder brüchig werden. Der Nachteil ist, dass man sie reinschrauben darf.

Nun liegt die Entscheidung bei euch: Stopfen oder Schraube?

Zum Synchronisieren empfehlen wir unseren TWINMAX Synchrontester.

LINK ZUM STOPFEN – VERSCHLUSSSTOPFEN – BING VERGASER

LINK ZUR SCHRAUBE – VERSCHLUSSSCHRAUBE – BING VERGASER

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Neuheit aus dem Hause SWT: Enduro – Tankdeckel für die BMW Motorrad 2-Ventiler

Aluflansch mit Acerbis Tankdeckel von SWT-SPORTS

Tankdeckel Enduro Style für BMW Motorrad R 80 – 100 R GS Modelle

Nachdem an einigen BMW Motorrad R 80R – GS – R 100R – GS Modellen schon ein versenkter Dankdeckel, BMW Motorrad Artikelnummer 51252307125 und 51252316119, verbaut ist und alle Straßenmaschinen, die zu Reisefahrzeugen mutiert sind, ebenfalls diesen versenkten Tankverschluss  haben, beobachten wir die Verfügbarkeit seitens des Herstellers schon länger.

Ersetzt den BMW Motorrad Artikelnummer 51252307125 und 51252316119

Als Ersatz für den originialen versenkten BMW Motorrad Tankdeckel

Ersetzt den BMW Motorrad Artikelnummer  51252307125 und 51252316119 Tankverschluss

Als Ersatz für den nicht mehr verfügbaren BMW Motorrad Tankdeckel

Ersatztankverschluss, Fuelcap für den BMW Motorradtankdeckel versenkt 51252307125 und 51252316119

Der Ersatz für den BMW Motorrad Tankverschluss 51252307125 und 51252316119

Nun sieht es so aus, als hätte BMW Motorrad diesen Tankdeckel 51252307125 und 51252316119 aus der Fertigung genommen und wird ihn wohl nicht mehr wieder auflegen.

 

Toller Tankdeckel für den BMW Motorrad Tank 16112307208

Der SWT-SPORTS Tankdeckel macht ein gutes Bild auf dem Blechtank 16112307208 von BMW Motorrad

Naja, eigentlich nicht so schlimm, denkt man im ersten Moment. Doch für unsere Fernreise- und Endurokunden ist eine Monza-Tankdeckel-Lösung oder ähnliches absolut nicht vertretbar.

Schön gearbeiteter Aluflansch für den BMW Motorrad R 80 - 100 R Tank

Der Tankdeckel mit dem Einfüllflansch aus Aluminium von SWT-SPORTS

Deshalb hat dieses Problem unseren Erfindungsgeist auf den Plan geholt. Die einzige Richtig Idee, die mir eingefallen ist, war, einen Stutzen für den BMW Motorrad Blechtank zu konstruieren. Dieser bleibt im Tank und als eigentlicher Verschluss wird ein von Acerbis hergestellter Tankdeckel verwendet.

Tankflansch mit Carbonlook Tankdeckel

Der schön gearbeitete Tankverschluss von SWT-SPORTS für den BMW Motorrad Tank

So hat man eine saubere und sichere Lösung, die nebenher noch vernünftig aussieht.
Der Tankdeckel Enduro Style wird einbaufertig mit allen Dichtungen geliefert. Er ist aus Aluminium gefertigt und wird bei der Montage mit dem Kunststofftankdeckel (Acerbis) so eingedreht, dass er fest im Tank eingeschraubt bleibt.

 

Der Tankdeckel passt an viele BMW Motorrad  Modelle wie z. B. :

R50/5-R90S 69-76   (09/1973 — 06/1976)
R45-R65LS..78-85   (01/1978 — 07/1985)
R 60, R 75 , R 80, /7, RT (76-85)   (05/1976 — 01/1985)
R 65 GS, R 80 G/S, R 80 ST (80-92)   (04/1982 — 11/1992)
R 65, R 65 RT, R 80, R 80 RT (85-95)   (03/1984 — 12/1995)
R 80 GS, R 100 GS, PD (87-90)   (12/1986 — 07/1990)
R 80 GS, R 100 GS, PD (90-95)   (04/1990 — 10/1995)
R 80 GS Basic (96)   (01/1996 — 12/1996)
R 80 R, R 100 R, Mystik (91-95)   (03/1991 — 01/1996)
R 100, /7, /T, CS, RS, RT, S (76-84)   (03/1976 — 11/1984)
R 100 RS, R 100 RT (87-95)   (07/1986 — 12/1995)
R 65, R 65 RT, R 80, R 80 RT (85-95)   (03/1984 — 12/1995)
R 80 GS Basic (96)   (01/1996 — 12/1996)
R 80 R, R 100 R, Mystik (91-95)   (03/1991 — 01/1996)
R 100 RS, R 100 RT (87-95)   (07/1986 — 12/1995)

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SWT-SPORTS BMW Motorrad R 100 GS Umbau Nr.: 44

BMW Motorrad R 100 GS im SWT-SPORTS Trimm

SWT-SPORTS Umbau Nr. 44 auf BMW Motorrad R 100 GS Basis

Da stand er eines Tages vor der Werkstatttür, Jochen mit der ziemlich abgerockten BMW R 100 GS. Baujahr 1987, ein Vorserienmodell, das BMW damals genutzt hat, um das Paralever Konzept den Motorrad-Journalisten vorzustellen. 135 000km durch Europa, ob Ostern nach Florenz oder Ende Juni zur Isle of Man und auch regelmäßige Trips zum Elefantentreffen hatten deutliche Spuren hinterlassen.

Im Laufe der Jahre wurden die Standard-Modifikationen wie Gabelfedern, Oehlins Federbein, Bremsscheiben und erste Motormodifikationen wie Doppelzündung und andere Kolben vorgenommen. Auch von den “üblichen” Schäden blieb die BMW nicht verschont, Lima-Rotor Nr. 3, Kardan und Getriebe Nr. 2 arbeiteten mittlerweile in der GS.

Artgerechte Haltung für den EnduroBoxer von SWT-SPORTS

SWT-SPORTS Umbau Nr. 44 im Einsatz beim EnduroBoxer Treffen 2017

Zuerst sollte SWT nur die verschlissene ABM Scheibe gegen eine von HE austauschen und den Bremsschlüssel hochlegen, doch über den Zeitraum der darauffolgenden zwei Jahre ist der Entschluss zu drastischeren Umbauten gereift, zumal sich Jochen’s “Nutzerprofil” über die Jahre doch geändert hat.

Wie bei unseren meisten BMW Motorrad Umbauten begannen wir mit der Rahmenverstärkung und dem Einschweißen der Federbeinaufnahme. Die Gabel bekam für das neue Einsatzgebiet ein frisches Setting und straffere Gabelfedern. Die beiden WP USD Standrohre werden von SWT-SPORTS Gabelbrücken geführt. Richtungsweisend ist die Haan Wheels Felge mit 1,6 x 21“.

Die Straßenbeleuchtung macht hier nicht die Ortsbeleuchtung sondern ein J.W. Speaker, der mit Adapterring auf die SWT-Instrumentenhalterung implantiert ist. Der Fahrer kann seine Richtungswechsel über den WRP – Oversizelenker an das Vorderrad mit der gefrästen Radnabe weitergeben.

Das Cockpit am SWT-SPORTS Umbau

Oversize Lenker , SWT-SPORTS Gabelbrücke und Acewell Tacho

Gebremst wir mit BREMBO Handbremspumpe und BREMBO Bremssattel auf eine 320 mm KTM Bremsscheibe. Das Bremsgefühl ist hier etwas suboptimal und wird im Winter als Projekt nochmal angegangen. Selbst die Kupplung ist bei dieser GS hydraulisch. Die Pumpe stammt ebenfalls aus dem Hause BREMBO, welche die Kupplung mit äußerst geringem Kraftaufwand zum Trennen bringt. Diese Übersetzung darf sich gelungen nennen.

SWT BMW Motorrad Nr. 44 im Gelände

Die SWT-SPORTS BMW Motorrad Nr. 44 im Einsatz

Das Triebwerk ist mit 1070 Zylindern und gemachten Zylinderköpfen ausgestattet. Der Motor wurde durch die Jungs von RPM-Hesselbach komplett neu aufgebaut. Der Rumpf wurde nachgearbeitet, die Kurbelwelle erleichtert ebenso die Pleuel bearbeitet und nachgewogen. Die Nockenwelle musste einer schärferen weichen. Die Zylinder erhalten das Gemisch durch bearbeitete Einlasskanäle. Der Vergaserstutzen stammt aus der 70PS RS-Version. Das verbrannte Material verlässt den Brennraum ebenfalls durch einen optimierten Kanal, welcher direkt in den von SR-Racing geformten Krümmer in den polierten Endschalldämpfer übergeht. Getriebe und Luftfilterkasten sind Serie.

SWT-SPORTS Umbau Nr. 44 mit Zentralfederbein und Rahmenverstärkung

SWT-SPORTS BMW Motorrad Umbau Nr. 44 mit SR-Racing Siebenrock SGSS2 Schalldämpfer

Unter dem Tank versteckt sich die Zündung von AKI, die zusammen mit der Firma RPM Hesselbach entwickelt wurde. Gleich hinter Zündspule und Zündsteuergerät regelt die Motogadget-Box den Lichtverkehr.

SWT EnduroUmbau auf Abwegen Nr. 44

Die SWT-SPORTS BMW Motorrad Nr. 44 im Einsatz

Das 18“ Hinterrad dreht sich frei in einer modifizierten BMW Motorrad R 1100 GS Schwinge. Im Inneren läuft die originale BMW Kardanwelle der R 1100 GS Modelle, welche nur in den Knickwinkeln etwas nachgeschliffen wurde. Das Getriebe kann dank des Kardanwellenadapters die BOXERPOWER direkt an die Gelenkwelle abgeben. Verzögert wird die Hinterradfelge mit der serienmäßigen Scheibenbremse des Vierventilers. Da Jochen zu den größeren Menschen unserer Bevölkerung gehört, haben wir uns beim Rahmenheck einen kleinen Trick ausgedacht. Die Stahlstreben werden von zwei Dreiecksblechen gen Himmel gedrückt.

Fender am Hinterrad von SWT-SPORTS Umbau Nr. 44

KTM LC4 Hinterradkotflügel an BMW Motorrad SWT-SPORTS Umbau Nr. 44

Den Schmutz fängt ein KTM LC 4 Kotflügel zuverlässig auf. Das LED Rücklicht ist ein Stück Sicherheit und informiert zuverlässig bei Bremsmanövern. Der Sessel des SWT-Umbaus ist nicht dauerhaft bequem, sieht aber dafür top aus. Man kann nicht alles haben. Dank des Acewell 5854 Tachos weiß Jochen immer was läuft. Mit dem Zusatzscheinwerfer unter dem Hauptscheinwerfer findet er auf seinen Touren schnell einen geeignete Zeltstelle, auch im dunkelsten Wald.

Die BMW R 100 GS mit dem SWT-SPORTS Fahrwerk im Einsatz

Jochen beim Training mit seinem neuen / alten Rennpferd

Anfangs hatten wir beim Starten des 1070er Boxers extreme Probleme. Zuerst waren die neumodernen Batterien das Problem, dann gab noch der Valeo Anlasser seinen Geist auf. Beide Probleme konnten aus der Welt geschafft werden. Gestartet wird mit Toyota Kleinlaster Anlasser, versorgt wir dieser durch eine Reinbleibatterie mit verstärkter Startkraft.

Google Album von SWT-SPORTS Umbau Nr. 44

FOTOS:  Julian Schmitt und Jochen S.

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SWT-SPORTS 2-Ventil SPORTBOXER R 100 R Nr. 62

SWT-SPORTS BMW Motorrad R 100 R mit Zentralfederbein

SWT-Nr. 62 am Passo Pellegrino bei Moena im Fassa-Tal in Südtirol

Manuel Schad hinter dem SWT-SPORTS Umbau Nr. 62

Manuel Schad, der mit seinem Team diese BMW R 100 R gebaut hat

 Wer glaubt, dass die Jungs von SWT-SPORTS aus Üchtelhausen nur Enduros und Fernreisemaschinen bauen können, dem wird hier das Gegenteil bewiesen.

Natürlich bleibt die Zielgruppe weiterhin die reisende Enduro Gemeinde oder die Jungs, die es auf der Crossstrecke wissen wollen.

SWT-Boxer Umbau mit Zentralfederbein

BMW Motorrad R 100 R mit Zentralfederbein und Scheibenbremse

Bei diesem Projekt zeigt sich sehr gut, dass der Rahmen für Enduro und Straße kompatibel ist. Die Verstärkung der neuralgischen Stellen am BMW Motorrad 2-Ventil Boxer Rahmen bringen auch auf dem Asphalt die gewünschten Vorteile. Das Fahrwerk fühlt sich viel direkter und sicherer an, das Aufbäumen des Hecks in der Kurve bleibt gänzlich weg. Auch wird das Einknicken des Vorderrades völlig unterbunden. Wenn dann noch die Federelemente richtig auf den Fahrer abgestimmt sind, steht dem vollen Fahrspaß nichts mehr im Wege.

Verstärkter Rahmen und Zentralfederbein bei BMW Motorrad R 100 R

BMW Motorrad R 100 R im SWT-SPORTS Rahmentrimm

Der finanzielle Aufwand, nur für ein sichereres Fahrwerk, ist allerdings erheblich. Klar, dass man dafür eine KTM, Kawasaki, Buell, Harley, Honda usw. bekommt. Aber wer seine BMW behalten will und das Fahrwerk in die Neuzeit beamen möchte, dem bleibt fast nichts anderes übrig.

SWT-BMW mit 160er Pneu am Hinterrrad

Schlanke Linie mit modernem Fahrwerk

 An diesem BMW Motorrad R 100 R, die nicht einmal 55.000 km gelaufen war, wurde der Rahmen gestrahlt und mittels Einschweißblechen verstärkt. Ein paar Halterungen für die Elektrik erhielten noch einen anderen Platz oder wurden ganz beseitigt.

Am hinteren Rahmenzug wurde die Aufnahme des Zentralfederbeins eingebracht. Das Rahmenheck stammt aus einer BMW R 100 S und musste massiv davon überzeugt werden, an diesem Motorrad seinen Platz einzunehmen. Kurz gesagt es wurde mehrmals zerschnitten und neu wieder zusammengesetzt.

Die Zentralfederbein R 100 R BMW in Tirol

SWT-Nr. 62 auf der Kaiserjägerstraße bei Levico Terme in Südtirol

Die Schwinge mit Kardanwelle, Endantrieb und das Hinterrad waren einst in einer BMW R 1150 GS angebaut. Um die Kardanwelle richtig einsetzen zu können, haben wir hier ein 1100GS Antriebswelle  mit der 1150GS Antriebswelle gepaart. Als Schlüssel für den Umbau zählt immer noch der Kardanwellenadapter samt Faltenbalg.

Die Hinterradbremse mit Bremsscheibe ist ein Quantensprung – endlich richtig bremsen! Die Umstellung auf hintere Scheibenbremse bietet deutlich mehr Sicherheit insbesondere bei Passfahrten.

BMW R 100 R mit Scheibenbremse am Hinterrad

Endlich auch hinten bremsen – Dank Endantrieb der R 1150 R BMW

Unter dem Höckeransatz der R 100 S Sitzbank passte genau dieses LED Rücklicht. Mit dieser Lichttechnik ist für Sicherheit beim Cruisen gesorgt.

Auf die 4 Zoll Felgen legt sich ein 160er Pneu, der dem angenehmen Fahrgefühl absolut entgegen kommt. Die Gabel in der Front ist lediglich mit WP-Federn auf das Fahrwerk abgestimmt.

Mit diesem neuen Fahrwerk ist die betagte 2-Ventil BMW fahrwerkseitig mit modernen Bikes auf Augenhöhe und wird insbesondere auf kurvenreichen Strecken nicht mehr so leicht abgehängt.

R 100 R BMW mit Rundluftfilter

Das Triebwerk mit dem alten Rundluftfilterkasten

Das Boxertriebwerk wurde mit dem SIEBENROCK Replacement Zylinderkit, einer asymmetrischen Nockenwelle und mit 0,8mm geplanten Zylinderköpfen etwas spritziger gestaltet. Für die höhere Verdichtung wurde eine Silent Hektik Doppelzündung verbaut.

LED Rücklicht an BMW R 100 R mit R 100 S Heckrahmen und Kotflügel

Schlankes und modernes Rücklicht unter einem klassischen Dach

Die einteiligen Kipphebelböcke sorgen für den spielfreien und ruhigeren Ventiltrieb. Die Lichtmaschine in diesem klassischen Boxer stammt auch von Silent Hektik.

Dieses Projekt wirkt schlüssig und schön!

FOTOS:  Julian Schmitt  und Uwe S.

Link zum Bilderalbum SWT-SPORTS Umbau 62

Weitere SWT-SPORTS BMW Motorrad Umbauten

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Powerkit 860ccm für den kleinen BMW Motorrad 2-Ventil R 45 / R 65 Boxer

Getunte BMW R 45

BMW Motorrad Bobber mit 860ccm Hubraum

Wer sich ein bisschen mit den 2-Ventil-Boxerpreisen beschäftigt, dem  wird schnell klar, dass die Bobberfraktion es nun geschafft hat. Die  Preise für gebrauchte BMW Motorrad 2-Ventil Boxer sind im Rekordhoch.  Früher betraf dies nur die R 80 – 100 R / GS / S  Modelle. Doch nun  sind selbst die kleinen 2-Ventiler wie R 45 und R 65 so teuer,  dass  es  fast weh tut, sie als Basis für einen Totalumbau zu nehmen.

Umbau mit Harley Tank und Weißwandreifen

BMW Motorrad Umbau zum Bobber mit 860ccm Hubraum

Warum das so ist, kann keiner genau sagen. Die BMW Motorrad 2-Ventil  Modelle erfreuen sich jedenfalls einer sehr hohen Beliebtheit. Auch bei  den Besitzern gibt es keine klare Regeln. Unsere Kunden sind zwischen 30  und 65 Jahren alt.
Was also mit einer lahmen und untermotorisierten BMW Motorrad R45 oder  R65  tun? Nach dem Umbau sehen die Babyboxer oft schon wie die Großen  aus, doch nach dem Drehen des Gasdrehgriffs kommt die Ernüchterung.

R45 Bobber mit offenem Luftfilter und Anlasserabdeckung

Offener Luftfilter und Hattech Auspuff für den BMW Motorrad R 45 Bobber

Schon in den späten 70er gab es Rennfahrer, die den Kurzhubboxer zu  einem hubraumstarken Rennboxer modifiziert haben. Die Firma Siebenrock hat
sich die Versorgung dieser kleinen Boxermotoren auf die Agenda  geschrieben. Dank eines Zylindersatzes mit speziellen Kolben können die  BMW R 45 und R 65 Modelle auf nennenswerte 860 ccm Hubraum aufgeblasen  werden. Schon beim Einfahren der Zylinder wird klar, dieser Umbau lohnt  sich. Möglich ist das Tuning im Plug and Play- Verfahren. Was heißt das  für unsere Kunden? Mit der Fahrgestellnummer , Motornummer und dem  Baujahr können wir aus den verschiedenen Siebenrock Powerkits den  Richtigen ermitteln. Wem das nicht reicht, der kann von uns die Ventile
auf 8mm Schaft umbauen und die Zylinderköpfe aufmachen lassen.

Umbau rechter BMW Motorrad Zylinder

Der Rechte Zylinder muss an den Kühlrippen für den Anbau am R 45 – R 65 Modell umgearbeitet werden. Diese Arbeit wird direkt von der Firma Siebenrock betreut

Angeboten werden folgende vier Zylinderkits:

Power Kit 860cc R 45 – R 65 ab 09 1980

Power Kit 860cc R 45 bis 09 1980

Power Kit 860cc R 65 ab 09 1980

Power Kit 860cc R 65 bis 09 1980

Umbau der Zylinder am R 45 Boxer Motorrad Bobber

Der 860ccm Satz mit Bing Gleichdruckvergaser und offenen K&N Filter

Als sinnvoll erweist es sich, nach den Pleuel und Pleuellager zu sehen,  diese können nach den vielen Jahren der Beanspruchung Verschleiß  aufweisen. Der Zylinderdichtsatz ist im Umbausatz enthalten.

Die Pleuellager sollten immer mit den Pleuelschrauben gewechselt werden!

BMW Motorrad Bobber Umbau

Toller Umbau von Karl-Heinz Schmitt !!!

Links:

Anlasserabdeckhaube

K&N Luftfilter für Bing Vergaser

 

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