{"id":2300,"date":"2019-02-16T21:46:20","date_gmt":"2019-02-16T20:46:20","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.swt-sports.de\/?p=2300"},"modified":"2020-08-11T20:10:23","modified_gmt":"2020-08-11T19:10:23","slug":"lebenstraum-ein-spannender-trip-durch-die-russische-foerderation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.swt-sports.de\/index.php\/lebenstraum-ein-spannender-trip-durch-die-russische-foerderation\/","title":{"rendered":"Lebenstraum, ein spannender Trip durch die russische F\u00f6rderation"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_2329\" aria-describedby=\"caption-attachment-2329\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-2329 size-large\" src=\"http:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/UmbauMoritzFischer6-1-803x1024.jpg\" alt=\"SWT-SPORTS BMW Motorrad Boxer\" width=\"640\" height=\"816\" srcset=\"https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/UmbauMoritzFischer6-1-803x1024.jpg 803w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/UmbauMoritzFischer6-1-235x300.jpg 235w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/UmbauMoritzFischer6-1-768x979.jpg 768w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/UmbauMoritzFischer6-1.jpg 942w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2329\" class=\"wp-caption-text\">Alles f\u00fcr die Tour vorbereitet. Der BMW Motorrad Boxer von Moritz Fischer<\/figcaption><\/figure>\n<p>Im Winter 2017\/2018 tat sich eine Gelegenheit auf, sich den Traum einer gro\u00dfen Fernreise auf unseren alten BMWs zu erf\u00fcllen. Fr\u00fcher hatte ich oft \u00fcber eine S\u00fcdamerikareise nachgedacht. Doch je mehr ich \u00fcber die Ausgestaltung einer solchen Reise nachdachte, desto attraktiver fand ich den Gedanken, die Reise mit den Motorr\u00e4dern zu Hause zu beginnen und dann auch wieder auf eigener Achse zur\u00fcckzukehren. Dieser Wunsch lie\u00df sich mit S\u00fcdamerika nat\u00fcrlich nicht vereinbaren. So kam dann schnell Faszination \u00fcber eine Fahrt entlang der ehemaligen Seidenstra\u00dfe von Deutschland aus bis in die Mongolei und wieder zur\u00fcck auf. Der geeignete Reisepartner war mit meinem Bruder schnell gefunden, es brauchte nicht viel \u00dcberzeugungsarbeit.<\/p>\n<p>Die Reise sollte uns durch \u00d6sterreich, Slowenien, Kroatien, Serbien, Bulgarien, T\u00fcrkei, Iran, Turkmenistan, Usbekistan, Tadschikistan, Kirgistan, Kasachstan, \u00fcber den Zipfel Russland in die Mongolei und von dort aus wieder zur\u00fcck nach Russland an den Baikal See f\u00fchren. Von dort sollte die Reise bis Moskau auf der transsibirischen Eisenbahn weitergehen. Ab Moskau wieder auf eigener Achse durch Lettland, Litauen und Polen zur\u00fcck nach Deutschland.<\/p>\n<p>Aus bestimmten Gr\u00fcnden waren f\u00fcr die Vorbereitungen nicht viel Zeit. Die Reise sollte im Mai 2018 beginnen. Die eigentlichen Tourvorbereitungen starteten Mitte Januar. Daher war ich heilfroh, dass Manuel mit mir in den vergangenen drei Jahren den Umbau von einer R80\/7 zu einer Reiseenduro schon realisiert hatte. Mein Bruder w\u00fcrde auf seiner R60\/7 mit 800er Zylindern starten. In den verbleibenden dreieinhalb Monaten \u00fcberholten wir die Motoren und Getriebe und passten die Gep\u00e4ck- und Tanksysteme auf die gro\u00dfen Strecken an. Bei der Einholung der erforderlichen Visa nahmen wir eine Agentur zur Hilfe, eine wichtige Entscheidung. Das letzte Visum traf eine Woche vor Reisebeginn ein. Die verbleibende Zeit wurde mit Vorbereitungen zu Streckenplanung, Campingequipment, Kartenmaterial, GPS bzw. Sattelitentelefon, Reiseapotheke, Impfungen, Bargeldreserven etc. nicht langweilig. Die Vorbereitung war sehr intensiv und in einem k\u00fcrzeren Zeitraum sicher nicht m\u00f6glich gewesen. Aber es hat ja alles hingehauen\u2026<\/p>\n<figure id=\"attachment_2301\" aria-describedby=\"caption-attachment-2301\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-2301 size-large\" src=\"http:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour1-1024x682.jpg\" alt=\"BMW EnduroBoxer 2-Ventil Klassiker\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour1-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour1-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour1-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour1.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2301\" class=\"wp-caption-text\">Die Reisemaschinen, BMW Motorrad BOXER mit Kardanwelle und groben Reifen.\u00a0\u00a0Bild: Moritz Fischer<\/figcaption><\/figure>\n<p>Am 01.05.2018 schwangen wir uns wie geplant in Frankfurt auf die Motorr\u00e4der. Es war ein merkw\u00fcrdiges Gef\u00fchl, die altbekannte Stra\u00dfe nicht mit dem Ziel zu verlassen, kurz etwas in der Stadt zu besorgen, sondern jetzt einfach bis in die Mongolei zu fahren.<\/p>\n<p>In den ersten Tagen hie\u00df es Kilometer fressen. Angesichts der Tatsache, dass wir f\u00fcr die Reise auch \u201enur\u201c dreieinhalb Monate Zeit hatten bis wir wieder an unseren Studienorten sein mussten, war eine gewisse Zeitplanung unabdingbar. Bis Istanbul wird man nochmal kommen, dachten wir uns und bew\u00e4ltigten die Strecke \u00fcber \u00d6sterreich, Slowenien, Kroatien, Serbien und Bulgarien bis Istanbul innerhalb von f\u00fcnf Tagen. Hier g\u00f6nnten wir uns eine ordentliche Verschnaufpause und besichtigten diese wunderbare Stadt. Weiter ging es mit der F\u00e4hre nach Bursa, wo wir im Hamam kurz all den Regen und die K\u00e4lte verga\u00dfen. Auf dem Weg durch das unglaublich warmherzige Zentral- und Ostanatolien mit einem kurzen Abstecher zum Schwarzen Meer wurde uns jedoch klar, dass all die Warnungen vor der T\u00fcrkei im Mai nicht ganz unberechtigt waren. Es regnete ununterbrochen und selten gab es Temperaturen \u00fcber 15 Grad. Als wir eines Abends nach Erzurum einfuhren, lag Schnee. Daf\u00fcr entsch\u00e4digten uns tolle Landschaften, insbesondere der Blick auf den Ararat, sowie eine F\u00fclle an Kultursch\u00e4tzen, wie z.B. das Sumela-Kloster und die historische Stadt Ani an der armenischen Grenze.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2302\" aria-describedby=\"caption-attachment-2302\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-2302 size-large\" src=\"http:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour2-1024x682.jpg\" alt=\"Die beiden Reise-Boxer-Motorr\u00e4der vor dem schnee bedekten Gipfel.\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour2-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour2-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour2-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour2.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2302\" class=\"wp-caption-text\">Es sieht nicht nur kalt aus, es ist auch kalt!\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ararat\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Bild: Felix Fischer<\/figcaption><\/figure>\n<p>Bei der Einreise in den Iran erwartete uns die erste \u201eechte\u201c Grenze. Grenzbeamte, die als solche nicht erkennbar waren, Devisenh\u00e4ndler, die uns f\u00fcr \u201eHilfe\u201c bei den Formalit\u00e4ten in der Pflicht sahen, \u00fcberteuerte Rial zu kaufen, Unmengen an Formularen und Zetteln, deren Inhalt wir nicht lesen konnten, und das Vorsprechen in mehreren verschiedenen B\u00fcros, deren Funktion uns nicht ersichtlich war. Immer freundlich nicken und sich der eigenen P\u00e4sse notfalls mit Gewalt erwehren, das waren die Lektionen, die uns an den zahllosen noch folgenden Grenzen gute Dienste erwiesen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2303\" aria-describedby=\"caption-attachment-2303\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-2303 size-large\" src=\"http:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour3-1024x682.jpg\" alt=\"Ein ausgetrockneter See in Iran. Der gr\u00f6\u00dfte Binnensee des Iran\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour3-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour3-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour3-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour3.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2303\" class=\"wp-caption-text\">Urmia See , zwei Einheimische mit dem Motorrad\u00a0\u00a0 Bild: Moritz Fischer<\/figcaption><\/figure>\n<p>Daf\u00fcr war es endlich warm! Und mit warm, meine ich eigentlich hei\u00df. Der Temperaturunterschied von bis zu etwa 30 Grad zwischen Ostanatolien und dem Nordwestiran f\u00fchlte sich astronomisch an. Nur die W\u00e4rme der Menschen blieb auch im Iran konstant. Gleich am ersten Abend wurden wir das erste Mal von wildfremden Menschen nach Hause eingeladen. Nachdem wir in der T\u00fcrkei immer dankend abgelehnt hatten, lie\u00dfen wir es nun mal auf einen Versuch ankommen. Es war eine tolle Erfahrung und die Erkenntnis, dass es unseren Gastgebern fast noch mehr Freude als uns bereitete, uns zu beherbergen, vertrieb das anf\u00e4ngliche Unbehagen und \u00f6ffnete uns f\u00fcr den Rest der Reise all den hilfsbereiten Menschen am Wegesrand. In einem kleinen Ort direkt am leider zu gro\u00dfen Teilen ausgetrockneten Urmia-See besuchten wir die Familie einer Freundin aus Deutschland. Wie herzlich wir unbekannter Weise im Familienkreise aufgenommen wurden, l\u00e4sst sich nur schwer beschreiben. Es war jedenfalls \u2013 ich wiederhole mich \u2013 ein Lehrst\u00fcck der Gastfreundschaft. Dar\u00fcber hinaus gab es uns auch die M\u00f6glichkeit, etwas dar\u00fcber zu erfahren, wie die Menschen im Iran tats\u00e4chlich leben und denken. Am wichtigsten f\u00fcr uns und durch viele weitere Bekanntschaften best\u00e4tigt: Jeder, den wir trafen, d\u00fcrstete nach Erfahrungen und Berichten aus dem Ausland, der gr\u00f6\u00dfte Teil der iranischen Bev\u00f6lkerung erschien uns unglaublich gebildet, fast jeder hat studiert, und die Religion spielte im verborgenen Familien- bzw. Freundeskreis eine viel kleinere Rolle als man annehmen w\u00fcrde. Von den neu gewonnen Freunden wurden wir noch durch Tabriz mit dem umwerfenden \u00fcberdachten Basar gef\u00fchrt bevor es f\u00fcr uns weiter nach Teheran ging.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2304\" aria-describedby=\"caption-attachment-2304\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-2304 size-large\" src=\"http:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour4-1024x683.jpg\" alt=\"Einkaufspassage im Iran, Tabritz, mit dem Boxer auf Reise\" width=\"640\" height=\"427\" srcset=\"https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour4-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour4-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour4-768x513.jpg 768w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour4.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2304\" class=\"wp-caption-text\">Tabritz im Iran\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Bild: Felix Fischer<\/figcaption><\/figure>\n<p>Teheran war ein Kapitel f\u00fcr sich. W\u00e4hrend wir uns durch den anarchischen Verkehr zu unserer Unterkunft durchschlugen, bemerkte ich ein beunruhigend lautes Klackern aus dem Ventilbereich. Um es kurz zu machen: Die Demontage der Zylinderk\u00f6pfe und der Ventile im Metallhandel des Vaters des Hotelbesitzers ergab, dass ich nach dem Zylindertausch vor der Tour die Zylinderkopfmuttern und das Ventilspiel wohl einmal zu wenig \u00fcberpr\u00fcft hatte. Anf\u00e4ngerfehler. Das Setzen der Papierfu\u00dfdichtung hatte zu geringes Ventilspiel zur Folge, woraufhin die Auslassventile so in den F\u00fchrungen schlackerten, dass es ein Gl\u00fcck war, dass sie noch nicht abgerissen waren. Jetzt rannte die Zeit! Bis zur durchs Visum festgelegten Einreise nach Turkmenistan waren nur noch 10 Tage Zeit. Durch sensationelle Unterst\u00fctzung von zu Hause wurden noch am selben Tag neue alte K\u00f6pfe per DHL Express nach Teheran geschickt. Wir nutzten die Zeit, um mit dem Bus gen S\u00fcden nach Isfahan zu reisen. Dort besichtigten wir diese zauberhaft orientalische Stadt und sahen das erste Mal Sandd\u00fcnen. Aber nichts konnte die Gedanken von den Zylinderk\u00f6pfen ablenken. Damit w\u00fcrde die Tour stehen oder fallen, wer sich die Karte anschaut, sieht wie schwierig es ist, ohne Turkmenistan weiterzukommen. Letztlich bliebe nur noch die unsichere F\u00e4hrverbindung von Baku (Aserbaidschan) aus nach Kasachstan. Nach f\u00fcnf Tagen konnten wir die neuen Teile jedoch endlich aus dem Zoll in Teheran l\u00f6sen. Und als dann der Einbau gelang und wir uns wieder auf eigener Achse durch die Berge ans kaspische Meer und weiter an die turkmenische Grenze schlugen, war der Zwischenfall schnell vergessen. Das Land ist atemberaubend!<\/p>\n<figure id=\"attachment_2305\" aria-describedby=\"caption-attachment-2305\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-2305 size-large\" src=\"http:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour5-1024x684.jpg\" alt=\"Mit dem BMW Motorrad Reiseboxer durch den IRAN\" width=\"640\" height=\"428\" srcset=\"https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour5-1024x684.jpg 1024w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour5-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour5-768x513.jpg 768w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour5.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2305\" class=\"wp-caption-text\">Nord-Ost Iran mit dem SWT-SPORTS BMW Boxer\u00a0\u00a0 Bild: Felix Fischer<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_2306\" aria-describedby=\"caption-attachment-2306\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-2306 size-large\" src=\"http:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour6-684x1024.jpg\" alt=\"Mit dem SWT-SPORTS EnduroBoxer durch den IRAN\" width=\"640\" height=\"958\" srcset=\"https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour6-684x1024.jpg 684w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour6-200x300.jpg 200w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour6.jpg 759w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2306\" class=\"wp-caption-text\">Nord-Ost Iran mit dem 2-Ventil BMW Motorrad Boxer\u00a0\u00a0 Bild: Felix Fischer<\/figcaption><\/figure>\n<p>Rechtzeitig standen wir an der Grenze bei Asgabat. Die Turkmenen machten uns die Einreise noch schwerer als die Iraner. Wir ertrugen aber alle Schwierigkeiten mit stoischer Ruhe. Waren wir doch gl\u00fccklich, \u00fcberhaupt ein Transitvisum (5 Tage) f\u00fcr Turkmenistan ergattert zu haben. Wie wir im Laufe der Reise erfahren sollten, geh\u00f6rten wir damit zu einem kleinen Kreis von \u201eAuserw\u00e4hlten\u201c. Die Einfahrt nach Asgabat war irre. Man f\u00e4hrt von den Bergen runter Richtung Karakum-W\u00fcste und erwartet ein armes, nomadisch gepr\u00e4gtes Land. Die \u201ewei\u00dfe Stadt\u201c verbl\u00fcffte uns mit riesigen wei\u00df-goldenen B\u00f6gen, Statuen, Fassaden, mit klimatisierten Bushaltestellen und breiten perfekten Stra\u00dfen, auf denen ausschlie\u00dflich wei\u00dfe gl\u00e4nzende Autos fahren. Eine unwirkliche Welt, die allerdings auch sofort hinter der Stadtgrenze aufh\u00f6rt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2307\" aria-describedby=\"caption-attachment-2307\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-2307 size-large\" src=\"http:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour7-1024x684.jpg\" alt=\"Das Tor in die Hauptstadt Turkmenistans mit dem BMW Motorrad Boxer. Aschgabat ist die gr\u00f6\u00dfte Stadt des Landes.\" width=\"640\" height=\"428\" srcset=\"https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour7-1024x684.jpg 1024w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour7-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour7-768x513.jpg 768w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour7.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2307\" class=\"wp-caption-text\">Einfahrt nach Aschgabat die Hauptstadt Turkmenistans\u00a0\u00a0 Bild: Felix Fischer<\/figcaption><\/figure>\n<p>Aufgrund des kurzen Visums ging es noch am selben Tag in die W\u00fcste, um den bekannten \u201eFeuerkrater\u201c Derweze noch am Abend zu erreichen. Den Abzweig von der schlaglochzersetzten Stra\u00dfe auf die Sandpiste Richtung Krater erreichten wir allerdings erst nachts. Im Dunkeln w\u00fchlten wir uns durch unseren ersten tiefen Sand. Mitten in den D\u00fcnen fiel die Z\u00fcndung meines Bruders aus. Nachts. Mitten in der W\u00fcste. In Turkmenistan. Nach stundenlangem hin und her Wechseln von allen m\u00f6glichen z\u00fcndungsrelevanten Teilen die Erkenntnis: ein zur Sicherheit eingebauter Z\u00fcndunterbrechungsschalter hatte in der Hitze den Geist aufgegeben. Gl\u00fcck im Ungl\u00fcck! Der Schalter musste nur kurz \u00fcberbr\u00fcckt werden und die R60 brummte wieder in die n\u00e4chtlichen W\u00fcste. Die Belohnung f\u00fcr diese Zerrei\u00dfprobe der Nerven war der Feuerschein am Horizont.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_2308\" aria-describedby=\"caption-attachment-2308\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-2308 size-large\" src=\"http:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour8-1024x682.jpg\" alt=\"Mit dem Motorrad in die Mongolei , durch den Iran und Tuckmenistan\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour8-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour8-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour8-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour8.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2308\" class=\"wp-caption-text\">Der Krater von Derweze befindet sich in der W\u00fcste Karakum nahe der Ortschaft Derweze in Turkmenistan. Er entstand 1971 bei der Suche nach Gasvorkommen. Da der Krater seit 1971 aufgrund des entstr\u00f6menden Gases in Flammen steht.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Bild: Felix Fischer<\/figcaption><\/figure>\n<p>Nachts um vier erreichten wir den Krater und er erwartete uns mit dem Gefauche und der infernalischen Hitze des verbrennenden Erdgases. Nach einer kurzen Nacht \u2013 um ca. 6 Uhr wird es so hei\u00df, dass an nichts anderes als Fahren oder Pause im Schatten zu denken ist \u2013 ging es ersch\u00f6pft zur\u00fcck nach Asgabat. Hier trafen wir eine am Vortag getroffene Bekannte wieder, sodass wir hautnah erleben konnten, wie wenig die gl\u00e4nzenden Fassaden in Asgabat zu dem Leben hinter denselben passt. Von dort aus ging es in den folgenden Tagen bis nach T\u00fcrkmenabat an der usbekischen Grenze.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2309\" aria-describedby=\"caption-attachment-2309\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-2309 size-large\" src=\"http:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour9-1024x684.jpg\" alt=\"Buhara in Usbekistan. Ein Traum der Seitenstra\u00dfe.\" width=\"640\" height=\"428\" srcset=\"https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour9-1024x684.jpg 1024w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour9-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour9-768x513.jpg 768w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour9.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2309\" class=\"wp-caption-text\">Buchara, usbekisch Buxoro, ist die Hauptstadt Usbekistans Bild Felix Fischer<\/figcaption><\/figure>\n<p>In Usbekistan besuchten wir zun\u00e4chst Bukhara, den Aydar Ko\u2018l und Samarkand. Die beiden sagen-umwobenen St\u00e4dte erinnern mit ihren blauen Kuppeln und uralten Moscheen aus Lehm tats\u00e4chlich den Erz\u00e4hlungen aus tausend und einer Nacht. Entfernt man sich aus dem historischen Stadtkern ist der sowjetische Einfluss nat\u00fcrlich nicht zu \u00fcbersehen. Leider ist es in Usbekistan empfehlenswert (die tats\u00e4chliche Rechtslage wird wohl mehr oder weniger willk\u00fcrlich ausgelegt), sich jeden Abend in einem akkreditierten Hotel polizeilich registrieren zu lassen. Das macht wildes Zelten und Aufenthalt bei Bekannten leider sehr schwierig. Mit ein bisschen Mut oder Verhandlungsgeschick l\u00e4sst sich das aber organisieren. Wir haben es auch geschafft und machten daher bei Verwandten von Bekannten aus Deutschland in der modernen Hauptstadt Tashkent Halt. Neben dem tollen Aufenthalt im Kreise der Familie nutzten wir die Station um vorsorglich neue Hinterradreifen aufzuziehen, die wir bereits vorher aus Deutschland verschickt hatten.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2310\" aria-describedby=\"caption-attachment-2310\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-2310 size-large\" src=\"http:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour10-1024x684.jpg\" alt=\"Mit der BMW GS zum Aydarsee in Usbekistan\" width=\"640\" height=\"428\" srcset=\"https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour10-1024x684.jpg 1024w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour10-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour10-768x513.jpg 768w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour10.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2310\" class=\"wp-caption-text\">Auf dem Weg zum Aydarsee &#8211; Aydar Ko\u00b4l\u00a0\u00a0\u00a0 Bild: Felix Fischer<\/figcaption><\/figure>\n<p>Erholt und mit frischen Motorr\u00e4dern ging es von Tashkent aus nach S\u00fcden. Noch am selben Tag \u00fcberquerten wir die tadschikische Grenze. Bereits kurz dahinter begannen hohe Berge mit Schneefeldern und langen unbeleuchteten Tunneln. Irgendwie verr\u00fcckt, wenn man die Wochen vorher nur die Hitze in der W\u00fcste kannte. Von Duschanbe aus startet der ber\u00fcchtigte Pamir Highway.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2312\" aria-describedby=\"caption-attachment-2312\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-2312 size-large\" src=\"http:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour12-685x1024.jpg\" alt=\"Eine spannende Fahrt auf dem Pamir Highway mit den Boxern\" width=\"640\" height=\"957\" srcset=\"https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour12-685x1024.jpg 685w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour12-201x300.jpg 201w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour12-768x1149.jpg 768w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour12.jpg 802w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2312\" class=\"wp-caption-text\">Pamir Highway Zentralasien\u00a0 \u00a0Bild: Felix Fischer<\/figcaption><\/figure>\n<p>Wir folgen der gesamten Strecke der M41. Kurz hinter Duschanbe sind die Stra\u00dfen bereits in katastrophalem Zustand. Der Stra\u00dfenbelag ist oft nur noch zu maximal 10% vorhanden, was die Fahrt viel beschwerlicher macht, als auf einer normalen Schotter- oder Sandpiste. 60 km\/h sind hier oft schon lebensgef\u00e4hrlich. Wir kommen nur langsam voran. Die Landschaften und die Gastfreundlichkeit der Bewohner der wirklich extrem entlegenen Pamir-D\u00f6rfer entsch\u00e4digen uns f\u00fcr die Anstrengungen. Wie entlegen diese Gegend unmittelbar an der afghanischen Grenze ist, versteht man, wenn man mehrere Tage ohne Versorgung bis zum n\u00e4chsten gr\u00f6\u00dferen Ort braucht. Hier m\u00fcssen wir die gr\u00f6\u00dfte Strecke der Reise ohne Benzinversorgung \u2013 450 Kilometer \u2013 bew\u00e4ltigen. Je h\u00f6her und weiter wir in das Gebirge vordringen, desto beeindruckender wird die Szenerie. Auf den Hochebenen um die 4000m \u00fcber dem Meer sieht alles aus wie auf dem Mars. Die Menschen hier haben 8 Monate Winter im Jahr. Unvorstellbar, wie man in dieser kargen Gegend auch noch ohne externe Stromversorgung \u00fcberleben kann. F\u00fcr uns und fast alle anderen Reisenden steigert sich dieses lebensfeindliche Gef\u00fchl sicher auch mit dem Einsetzen der H\u00f6henkrankheit. Wir haben nur ein paar Tage Kopfschmerzen. Viele h\u00e4ngen auch mit \u00dcbelkeit in Homestays fest. Auf dem Weg von Murgab entlang der chinesischen Grenze auf nach Kirgistan \u00fcberrascht uns eine fette Bodenwelle im ausnahmsweise mal guten Asphalt. Mein Bruder st\u00fcrzt heftig. Gl\u00fccklicherweise ist ihm bis auf eine Schramme nichts passiert. Den Bremszylinder der Vorderradbremse, Spiegel und Scheinwerfer hat es aber mitgenommen. Wir sammeln die Reste ein und machen uns nur mit einer Trommelbremse am Hinterrad weiter auf den Weg. Kurz danach der wortw\u00f6rtliche H\u00f6hepunkt: der Ak-Baital-Pass auf 4655m H\u00f6he!<\/p>\n<figure id=\"attachment_2311\" aria-describedby=\"caption-attachment-2311\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-2311 size-large\" src=\"http:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour11-1024x683.jpg\" alt=\"Mit dem BMW Motorrad Boxer im Pamir Gebirge\" width=\"640\" height=\"427\" srcset=\"https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour11-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour11-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour11-768x513.jpg 768w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour11.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2311\" class=\"wp-caption-text\">Pamir Gebirge mit dem BMW Motorrad Boxern\u00a0\u00a0 Bild: Felix Fischer<\/figcaption><\/figure>\n<p>Noch am selben Abend passieren wir den kirgisischen Grenzposten und schlagen unser Zelt bei atemberaubenden Panorama mit Pik Lenin mit \u00fcber 7000m im Hintergrund auf. Wieder einmal ist es das, was uns von der Anstrengung und der bei\u00dfenden K\u00e4lte im Zelt auf 3750m ablenkt. Hier treffen wir auch das erste Mal richtige Nomaden. Die Ebene ist durch Jurten wei\u00df getupft und ein Kirgise stattet uns einen neugierigen Besuch zu Pferd ab. Wir d\u00fcrfen sogar kurz aufsitzen. Wir zeigen ihm die Motorr\u00e4der und verstehen uns auch ohne Worte.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2313\" aria-describedby=\"caption-attachment-2313\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-2313 size-large\" src=\"http:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour13-1024x684.jpg\" alt=\"Im Pamir Gebirge treffen unsere Boxer BMW Motorr\u00e4der und wir auf Einheimische.\" width=\"640\" height=\"428\" srcset=\"https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour13-1024x684.jpg 1024w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour13-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour13-768x513.jpg 768w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour13.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2313\" class=\"wp-caption-text\">Besuch Einheimischer im Pamir Gebirge\u00a0 \u00a0Bild: Moritz Fischer<\/figcaption><\/figure>\n<p>Endlich wieder auf normalem Niveau in Osh (Kirgistan). Eine von Ausl\u00e4ndern betriebene Motorradwerkstadt mit haupts\u00e4chlich Yamaha XT 600 Teilen kommt uns vor wie eine Oase. An dieser Stelle war das Rally-Fahrwerk von SWT das erste Mal nicht nur angenehm, sondern notwendig. Das Original-Fahrwerk meines Bruders hat den Belastungen nicht standgehalten. Das \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0viele Durchschlagen der D\u00e4mpfer hat die Streben des Gep\u00e4cksystems \u00fcberfordert, sodass es so weggeknickt ist, dass die Gep\u00e4ckbr\u00fccke das R\u00fccklicht zerdr\u00fcckt hat. Der Aufnahmebolzen f\u00fcr das Federbein am HAG hat sich nach unten verbogen, sodass es beinahe abgehauen w\u00e4re. Beide D\u00e4mpfer und ein Gabel-Wedi sind undicht. Mit ein bisschen Improvisation und Material aus der Werkstadt bekommen wir bis auf die D\u00e4mpfung aber alles wieder hin. Auch den Ausgleichsbeh\u00e4lter der Vorderradbremse gelingt es uns neu einzupressen! So geht es wieder voran.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2314\" aria-describedby=\"caption-attachment-2314\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-2314 size-large\" src=\"http:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour14-1024x683.jpg\" alt=\"Ein atemberaubendes Bild k\u00f6nnen wir in Kirgistan sehen.\" width=\"640\" height=\"427\" srcset=\"https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour14-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour14-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour14-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour14.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2314\" class=\"wp-caption-text\">Wilde Natur in Kirgistan\u00a0 \u00a0Bild: Moritz Fischer<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u00dcber die Kirgisischen P\u00e4sse und Hochebenen voll mit Jurten und Pferdeherden machen wir uns auf den Weg nach Bischkek und von dort aus weiter zum Issyk Kul. Dieser wunder-sch\u00f6ne See mit seinem kristallklaren Wasser und Str\u00e4nden, ges\u00e4umt vom Tien Shan Gebirge ist ein absolutes Highlight. Wir w\u00e4hlen den Weg entlang des S\u00fcdufers und reisen ganz im Osten Kirgistans nach Kasachstan ein. Nach einem einigen Reparaturen geschuldeten kurzen Zwangsaufenthalt in der \u00fcberraschend modernen Stadt Almaty entscheiden wir mit Blick auf den Kalender, der kasachischen Steppe nicht allzu viel Zeit zu widmen. Wir verbringen einige harte Fahrtage auf den kasachischen Buckelpisten. Wieder bin ich heilfroh um das umgebaute Fahrwerk. Mit 80 km\/h und \u00fcberraschenden Bodenwellen st\u00f6\u00dft auch dieses an seine Grenzen. Mein Bruder flucht.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2315\" aria-describedby=\"caption-attachment-2315\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-2315 size-large\" src=\"http:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour15-1024x685.jpg\" alt=\"Unser BMW Motorrad 2-Venitl Boxer auf russischen Boden\" width=\"640\" height=\"428\" srcset=\"https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour15-1024x685.jpg 1024w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour15-300x201.jpg 300w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour15-768x514.jpg 768w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour15.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2315\" class=\"wp-caption-text\">Der erste Zwischenstopp in Russland mit unseren BMW Motorrad Boxern.\u00a0 Bild: Felix Fischer<\/figcaption><\/figure>\n<p>Endlich in Russland! Die Stra\u00dfen zwischen Semei (Kasachstan) und Bernaul (Russland) sind gut, die Infrastruktur wieder deutlich besser und die Menschen sind freundlich. F\u00fcr uns nach den zwar auch sehr sch\u00f6nen, aber doch wirklich sehr anstrengenden vergangenen Wochen fast ein bisschen Wellness. Die Entspannung kommt wahrscheinlich auch daher, dass das Altai Gebirge im L\u00e4nderviereck Kasachstan, Russland, Mongolei, China gr\u00fcn, k\u00fchl und mit klaren Gebirgsb\u00e4chen durchzogen ist.<\/p>\n<p>Mit seinen W\u00e4ldern und gr\u00fcnen Wiesen f\u00fchlt es sich f\u00fcr uns heimisch an. Ein Gl\u00fcck, dass es uns hier so gut gef\u00e4llt. Wir d\u00fcrfen das Gebiet noch nicht verlassen. Wie es der Zufall will, erreichen wir die mongolische Grenze ausgerecht an Naadam, dem mongolischen Nationalfest. Die Grenze \u2013 nicht nur unsere \u2013 bleibt f\u00fcr die vollen f\u00fcnf Festtage geschlossen. Schade, dass wir das Fest so nicht miterleben konnten. Die Zwangspause im wundersch\u00f6nen Altai Gebirge tat uns aber auch sehr gut!<\/p>\n<p>Am Tag der Grenz\u00f6ffnung sind wir fr\u00fch an der Grenze. Trotzdem zieht sich die Warteschlange aus Autos und Lastwagen schon etwa einen Kilometer. Uns scheint es so, als h\u00e4tten einige vor der Grenze in den Autos \u00fcbernachtet. Die Hoffnung schwindet, dass wir noch am selben Tag einreisen k\u00f6nnen. Es wird schlie\u00dflich jedes Auto durchsucht etc.. Doch die Motorradfahrersolidarit\u00e4t besteht auch noch bzw. gerade weit weg von zu Hause. Wie sich herausstellt, waren wir nicht die einzigen Motorradreisenden, die gewartet haben. Man erz\u00e4hlt uns, dass Motorr\u00e4der an der Grenze Vorrang h\u00e4tten und wir vorfahren sollten. Einige Versuche von aufgebrachten Mongolen, uns davon abzuhalten, wurden von bestimmten Grenzsoldaten sofort unterbunden. Motorcycle travelers first! Die Russen sammeln weiter flei\u00dfig Sympathiepunkte.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2316\" aria-describedby=\"caption-attachment-2316\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-2316 size-large\" src=\"http:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour16-684x1024.jpg\" alt=\"Ein Festtag in der Mongolei auf unserer Reise durch Asien.\" width=\"640\" height=\"958\" srcset=\"https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour16-684x1024.jpg 684w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour16-200x300.jpg 200w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour16-768x1150.jpg 768w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour16.jpg 801w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2316\" class=\"wp-caption-text\">Mongolei\u00a0\u00a0 \u00a0Bild: Felix Fischer<\/figcaption><\/figure>\n<p>Da sind wir ja schon! Unser Reiseziel: Die Mongolei! Wie wir festgestellt haben, muss man einfach nur besonders lange nach Osten fahren, um anzukommen. Eigentlich ein Kinderspiel. Eigentlich\u2026<\/p>\n<p>Wir haben einen regenreichen Sommer erwischt. \u00d6lgii, einer der ersten mongolischen St\u00e4dte nach der Grenze, finden wir \u00fcberschwemmt und mit Stromausfall vor. Die Mongolen zeigen uns Bilder von schwimmenden Autos im niedriger gelegenen Stadtkern. Die hei\u00df ersehnte warme Dusche bleibt aus. Man r\u00e4t uns, es nicht mit der Nordroute zu versuchen. In den mongolischen Bergen k\u00e4men die Leute momentan noch nicht einmal mit den Gel\u00e4ndew\u00e4gen weiter. Als wir am n\u00e4chsten Morgen aufbrechen, ist die von den Bergen heruntergekommene Flut schon wieder abgelaufen, die Sch\u00e4den sind aber un\u00fcbersehbar. Wir sind uns sicher: Wir versuchen es im S\u00fcden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2317\" aria-describedby=\"caption-attachment-2317\" style=\"width: 988px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-2317 size-full\" src=\"http:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour17.jpg\" alt=\"Auf dem 2-Ventil GS Boxer in die Mongolei.\" width=\"988\" height=\"658\" srcset=\"https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour17.jpg 988w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour17-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour17-768x511.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 988px) 100vw, 988px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2317\" class=\"wp-caption-text\">Mongolei mit dem BMW 2-Venitl Boxer\u00a0\u00a0\u00a0 Bild: Moritz Fischer<\/figcaption><\/figure>\n<p>Auf dem Weg durch die Berge Richtung der Stadt Altai wurden wir durch Zufall Zeuge eines traditionellen mongolischen Fests. Es wurde gerungen, getanzt und der traditionelle Kehlkopfgesang aufgef\u00fchrt. So unvermittelt, wie wir die festlich gekleideten Menschen vom Wegesrand entdeckten, so sch\u00f6n war das Erlebnis. Noch dazu schien es eine wirklich authentische Veranstaltung zu sein. Au\u00dfer uns waren nur etwa vier andere auch zuf\u00e4llig dazugesto\u00dfene Touristen dort. In Zeiten von massenhaftem Kulturtourismus bin ich bei solchen Veranstaltungen sehr vorsichtig geworden. Sowohl was die Authentizit\u00e4t als auch was die Kommerzialisierung und damit wom\u00f6glich die Zerst\u00f6rung ganz eigener Kulturen und Riten betrifft.<\/p>\n<p>Weiter Richtung S\u00fcden beginnt die w\u00fcstenartige Gegend. Endlose Ebenen mit nichts, das das Auge f\u00e4ngt. Hier trifft die allgegenw\u00e4rtige Vorstellung der Mongolei als das Land der endlosen Weiten wirklich zu. Trotzdem trifft man selbst hier, wo kaum ein Grashalm steht, ca. alle 10 Kilometer eine Jurte. Das Land ist zwar unfassbar d\u00fcnn, aber doch sehr konstant besiedelt. In der Mongolei ist die n\u00e4chste Jurte nie besonders weit. In Altai entschieden wir uns durch das Landesinnere in den Norden zu fahren. Der Weg bis M\u00f6r\u00f6n \u00fcber Uliastai war beschwerlich. Hier h\u00f6rten die Stra\u00dfen endg\u00fcltig auf und wir hatten hunderte von Kilometern Offroadpiste vor uns. Durch w\u00fcstenartige Gebiete bis zunehmend gr\u00fcnen, sp\u00e4ter mit Kiefern bewachsenen H\u00e4ngen jagen wir durch die Landschaft. Man f\u00fchlt sich mit seinen 80 km\/h auf guten Pistenabschnitten wie ein Rally Dakar Fahrer. Als im Norden der Regen wiedereinsetzt und die Pisten sich in wassergef\u00fcllte Schlaglochb\u00e4nder oder schlammige Wiesenabschnitte verwandeln wird es wieder ersch\u00f6pfend. Wir sind an diesem Punkt der Reise schon beinahe mit der Regenkombi verwachsen. Das ist auch gut so, denn die Temperaturen liegen oft nur noch bei etwa 10 Grad und die Sonne zeigt sich f\u00fcr einige Tage so gut wie nie. Hier wird eine feuchte Montur ohne M\u00f6glichkeit einer Hotel\u00fcbernachtung f\u00fcr zwei bis drei Tage schnell zum echten Problem. In M\u00f6r\u00f6n ist uns der Luxus eines festen Dachs \u00fcber dem Kopf das erste Mal wieder m\u00f6glich.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2318\" aria-describedby=\"caption-attachment-2318\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-2318 size-large\" src=\"http:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour18-1024x683.jpg\" alt=\"Mit dem BMW Motorrad Boxer am zweitgr\u00f6\u00dften See der Mongolei\" width=\"640\" height=\"427\" srcset=\"https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour18-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour18-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour18-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour18.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2318\" class=\"wp-caption-text\">Khovosgol Nuur der zweitgr\u00f6\u00dfte See der Mongolei\u00a0\u00a0\u00a0 Bild: \u00a0Moritz Fischer<\/figcaption><\/figure>\n<p>Nach einem kurzen Aufenthalt entscheiden wir uns, den Khovsgol Nuur ganz im Norden zu besuchen und von dort aus \u00fcber kleine Orte Richtung S\u00fcd-Osten wieder auf die Hauptstra\u00dfe nach Ulaanbaatar zu gelangen. Der See ist umwerfend. Kristall-klares Wasser mit Kiefernw\u00e4ldern bis ans Ufer und eine allesumfassende Stille. Die Pisten um den See und von ihm weg Richtung Osten sind dagegen ungem\u00fctlich. Es gibt oft nicht mehr als eine ausgefahrene Spur, die regelm\u00e4\u00dfig auseinanderm\u00e4andert, links und rechts um einen H\u00fcgel f\u00fchrt und sich danach wieder vereint. Eine Navigation ohne GPS erscheint uns hier fast unm\u00f6glich. Je weiter wir uns vom See entfernen, desto schwieriger wird das Terrain. Wir gelangen an mehrere Furten, die wir nur mit M\u00fche bew\u00e4ltigen. Insbesondere der Luftfilter der tiefer liegenden R60 muss mehrmals am Feuer getrocknet werden, bevor der Motor wieder anspringt. Zweieinhalb Tagesetappen Offroad vom See entfernt m\u00fcssen wir aufgeben. Die entscheidende Furt durch einen Fluss ist so tief und breit, dass eine Durchfahrt selbst mit einem Truck eng geworden w\u00e4re. Wir entschlie\u00dfen uns, umzukehren. Nach insgesamt f\u00fcnf Tagen fordernden Pisten mit Schlamm, Wasserl\u00f6chern und Furten haben wir wieder Asphalt unter den R\u00e4dern. Wie sch\u00f6n das doch sein kann!<\/p>\n<figure id=\"attachment_2319\" aria-describedby=\"caption-attachment-2319\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-2319 size-large\" src=\"http:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour19-1024x681.jpg\" alt=\"So gr\u00fcn stellt man sich die Mongolei gar nicht vor. Mit BMW Motorrad Boxer.\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour19-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour19-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour19-768x511.jpg 768w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour19.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2319\" class=\"wp-caption-text\">Mongolei mit einer wundersch\u00f6nen Natur\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0Bild: Moritz Fischer<\/figcaption><\/figure>\n<p>Von Regen, schlechten Stra\u00dfen und der letzten Woche ersch\u00f6pft entscheiden wir uns, den Rat anderer Reisender anzunehmen, Ulaanbaatar nicht nur der Stadt selbst wegen zu besuchen. Der Tenor: Wer eine mongolische Stadt kennt, kennt sie alle. Wir wissen nicht, ob wir der Hauptstadt damit Unrecht taten, schlugen wir doch den direkten Weg an die russische Grenze \u00fcber die Stra\u00dfe nach Ulan-Ude und den Baikal See ein. Kurz hinter Ulan-Ude fahren wir durch eine Kurve auf einmal der untergehenden Sonne entgegen. Der Scheitelpunkt der Reise! Von nun an geht es wieder gen Westen. Ein unwirkliches Gef\u00fchl, gleichzeitig so banal und doch erhaben.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2320\" aria-describedby=\"caption-attachment-2320\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-2320 size-large\" src=\"http:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour20-1024x683.jpg\" alt=\"Schnell wird eine Transport-Palette f\u00fcr die Reise mit der Eisenbahn gebastelt. 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Direkt am Bahnhof von Irkutsk hat eine Spedition ihr B\u00fcro, die sich auf den Motorradtransport mit dem russischen Postzug spezialisiert hat. Wir schicken die Motorr\u00e4der voraus und nehmen den schnelleren Personenzug nach Moskau. Drei N\u00e4chte und vier Tage Birken und Sumpf. Sch\u00f6n aber langweilig. F\u00fcr uns aber trotzdem eine Erholungstour, einmal die Verantwortung f\u00fcrs Vorw\u00e4rtskommen abgeben. Wann hat man das letzte Mal so m\u00fchelos 6500 Kilometer zur\u00fcckgelegt? Und dann auch noch Richtung Heimat. F\u00fcr diejenigen, die jetzt (wie ich auch schon wieder) der n\u00e4chsten Reise entgegenfiebern, klingt das nach einem Frevel. Schnell nach Hause kommen wollen, ohne auch wirklich alles mitzunehmen? Niemals! Doch. Irgendwann schon.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2321\" aria-describedby=\"caption-attachment-2321\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-2321 size-large\" src=\"http:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour21-684x1024.jpg\" alt=\"Sightseehing in Moskau\" width=\"640\" height=\"958\" srcset=\"https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour21-684x1024.jpg 684w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour21-200x300.jpg 200w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour21-768x1150.jpg 768w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour21.jpg 802w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2321\" class=\"wp-caption-text\">Moskau, eine lebendige Stadt\u00a0\u00a0 \u00a0Bild: Moritz Fischer<\/figcaption><\/figure>\n<p>So war es gut, dass wir in Moskau zwei Tage auf das Eintreffen der Motorr\u00e4der warten mussten. Moskau ist eine unglaubliche Stadt mit gigantesken Geb\u00e4uden. Nach der Mongolei kommt sie uns wie die Zukunft vor. Moderne Hochh\u00e4user, teure Autos, perfekt saubere Stra\u00dfen und Menschen in wei\u00dfen Hemden. Wei\u00dfe Hemden! Uns wird klar, wie lange wir in einer Umgebung waren, in der so etwas eine absurde Idee w\u00e4re.<\/p>\n<p>Zwei Tage Sightseeing sind in diesem Stadium der Reise f\u00fcr uns selbst in Moskau genug. Als unsere BMWs am Bahnhof eintreffen, befreien wir sie von den Holzk\u00e4figen, bepacken sie und machen uns auf den Weg aus der Stadt. Das dauert in Moskau seine Zeit. Aber mit dem Ende der Reise vor Augen wird das Sitzfleisch geduldiger. In f\u00fcnf Tagen fahren wir von Moskau \u00fcber Lettland, Litauen und Polen zur\u00fcck nach Frankfurt. In diesen Tagen sind wir vor allem von einem fasziniert: Ein Stra\u00dfenschild und nicht mehr markiert den Grenz\u00fcbergang. W\u00e4hrend wir auf dem Motorrad die F\u00e4uste recken, wei\u00df jeder, was der andere denkt. Er denkt an all die Stunden, die wir mit Warten an den Grenzen verbracht haben; all die ausgef\u00fcllten Zettel, die am Ende niemanden interessierten; an all die armen LKW-Fahrer, die in kilometerlangen Schlangen im F\u00fchrerhaus \u00fcbernachteten. Und hier hei\u00dft die A4 sogar schon in Polen A4. Wir wissen manchmal nicht was wir haben mit der Europ\u00e4ischen Union. Wir f\u00fchlten uns schon in Lettland wieder zuhause im eigenen Land!<\/p>\n<figure id=\"attachment_2322\" aria-describedby=\"caption-attachment-2322\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-2322 size-large\" src=\"http:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour22-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour22-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour22-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour22-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/MongoleiTour22.jpg 1193w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2322\" class=\"wp-caption-text\">Zuhause\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Bild: Moritz Fischer<\/figcaption><\/figure>\n<p>Trotzdem: ganz zu Hause ist eben die altbekannte Stra\u00dfe in Frankfurt, die wir vor etwas mehr als 21000 Kilometern auf eigener Achse und dreieinhalb Monaten in die andere Richtung verlie\u00dfen. Ankommen ist so unspektakul\u00e4r. Alles beim Alten. Wir waren halt mal ein bisschen l\u00e4nger weg als sonst, die Motorr\u00e4der sind etwas schmutziger als sonst und wir haben ein bisschen mehr zu erz\u00e4hlen als sonst. Aber dieses Altbekannte ist es ja gerade, was uns erst raus in die Welt und dann wieder zur\u00fcck treibt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Text: Moritz Fischer\u00a0 Bilder:\u00a0 Felix und Moritz Fischer \/ SWT-SPORTS<\/em><\/p>\n<figure id=\"attachment_2328\" aria-describedby=\"caption-attachment-2328\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-2328 size-large\" src=\"http:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/UmbauMoritzFischer4-1-1024x768.jpg\" alt=\"BMW Boxer auf klassischer 2-Ventil Basis\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/UmbauMoritzFischer4-1-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/UmbauMoritzFischer4-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/UmbauMoritzFischer4-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/UmbauMoritzFischer4-1.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2328\" class=\"wp-caption-text\">Mit dickem SAUER &#8211; Aluminium Tank auf gro\u00dfe Reise<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_2327\" aria-describedby=\"caption-attachment-2327\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-2327 size-large\" src=\"http:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/UmbauMoritzFischer1-1-1024x678.jpg\" alt=\"SWT-SPORTS BMW Reiseumbau\" width=\"640\" height=\"424\" srcset=\"https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/UmbauMoritzFischer1-1-1024x678.jpg 1024w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/UmbauMoritzFischer1-1-300x199.jpg 300w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/UmbauMoritzFischer1-1-768x509.jpg 768w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/UmbauMoritzFischer1-1.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2327\" class=\"wp-caption-text\">SWT-SPORTS BMW Motorrad mit USD Gabel und Zweiarmschwinge mit gro\u00dfen Koffern f\u00fcr die Tour<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_2330\" aria-describedby=\"caption-attachment-2330\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-2330 size-large\" src=\"http:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/UmbauMoritzFischer7-1-804x1024.jpg\" alt=\"BMW Motorrad SWT-SPORTS Boxer von Moritz Fischer\" width=\"640\" height=\"815\" srcset=\"https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/UmbauMoritzFischer7-1-804x1024.jpg 804w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/UmbauMoritzFischer7-1-236x300.jpg 236w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/UmbauMoritzFischer7-1-768x978.jpg 768w, https:\/\/blog.swt-sports.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/UmbauMoritzFischer7-1.jpg 943w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2330\" class=\"wp-caption-text\">SPASS &#8211; Moritz und Manuel beim Abschied. 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